Agria 33. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1997)

Veres Gábor: Népi jogszokások kutatása Heves megyében

Gábor Veres Erforschung der volkstümlichen Rechtsbräuche im Komitat Heves In unserer Heimat gehören die volkstümlichen Rechtsbräuche zu den wenig er­forschten Gebieten der Ethnographie. 1981 erschien eine zusammenfassende Arbeit von Ernő Tárkány Szűcs, die das ganze ungarische Sprachgebiet erfaßte, über einzelne ethni­sche Gruppen wurden aber keine Studien angefertigt, die alle Arten der Rechtsbräuche durchleuchten. In dieser Studie werden die in diesem Jahrhundert im Komitat Heves durchgeführten Forschungen aufgezeigt. Die Mehrzahl der Aufzeichnungen wurden nicht den Orten son­dern den größeren Verwaltungs- oder Justizeinheiten entsprechend durchgeführt, daher wurde auch diese Studie im Komitatsrahmen ausgearbeitet. Der Zweck des (bis heute nicht vorhandenen) Überblicks der Ergebnisse ist die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung der Erforschung ethnischer Gruppen zu lenken, speziell der Rechtsbräuche der Paloczen. Bei den Paloczen können wir kein einheitliches „Wir-Bewußtsein" finden und es gab außer im Heiduckenbezirk oder im Szeklerland keine eigenstständige Rechtsform, die die Entwicklung dieses Bewußtseines begünstigt hätte. Demnach gab es solche Rechtsbräu­che auch im „Paloczenzentrum" in mehreren Varianten als in den erwähnten Gebieten. Unser Komitat wurde durch die das ganze Land umfassenden Aufzeichnungen in allen Fällen berührt. In der Mitte des XX. Jhs. war Eger fast ein Jahrzent hindurch das ländliche Zentrum der Erforschung der Rechtsbräuche. Weil die juristische Akademie als Forschungsstelle in Eger aufgelöst wurde, erschien nur eine Studie während dieser Zeit aus der Feder von Zoltán György Tóth. Die Ergebnisse der Sammlung gingen zum Teil verloren, aber nach mehr als drei Jahrzehnten erschienen dank Andor Csizmadia die Ergebnisse der Untersuchungen über das Rechtsleben in Pétervására und Ivád 1947-1948 auch im Druck. Obwohl keine eigenständige Forschung der Rechtsbräuche in dieser Region betrieben wurde, sind in verschiedenen Sammlungen viele dieser Bräuche, überwiegend aus der „Paloczenforschung", übernommen worden. Ziel der Forschungen der Paloczen-Rechtsbräuche sind die Aufdeckung des ethni­schen Spezifikums, die Bestätigung und Vergleichsuntersuchung der regionalen Varianten sowie der interethnische Zusammenhang. 511

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