Agria 33. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1997)

Vaday Andrea: A tipikus szarmata telepjelenség Kompolt-Kistéri tanya 15. lelőhelyén

langten, kann die Einfüllung der Objekte an das Ende der Attila-Zeit datiert werden. Da die Gruben, in denen die Toten vorkamen, ähnliche archäologische Kennzeichen auf­wiesen und zwei davon an die Zerstörungsschicht zu knüpfen sind, nehme ich an, daß auch die anderen drei Gruben dieser Kategorie angehören. D.h. ordne ich auch die letzt­genannten Gruben der Zerstörungsschicht der Siedlung zu. So kann das charakteristische archäologische Material auch mit den Funden dieser Gruben vervollständigt werden. Auf dem Bild 16 wurden die Fundorte des Karpatenbeckens angegeben, auf denen die kenn­zeichnenden hunnenzeitlichen Keramiktypen (Tonkessel, Krüge mit Aussußrohr, Gefäße mit figuraler Einglättung) vorkamen. Diese Orte befinden sich ausnahmslos innerhalb der sarmatischen Schanze bzw. der Schanzenketten. Die Zahl der Fundorte wird in der Nähe der Linie der Theiß größer. 1 Infolge der Freilegungen bzw. der topographischen Arbeiten scheinen die von der Theiß weiter östlich entfernt liegenden Fundorte im Komitat Békés und Csongrád wesentlich bedeckter zu sein als in der südlichen Tiefebene (Batschka und Banat). Auch diese südlichen Teile können aber aufgrund des ebenfalls in die Hunnenzeit datierbaren Fundmaterials an das, von den Sarmaten bewohnten Gebiet der Hunnenzeit angeschlossen werden. In der Tiefebene gibt es zahlreiche Fundorte, auf denen sich auf die Zerstörung der sarmatischen Siedlung beziehende Angaben am Ende der Attila-Zeit aufzufinden sind: Bag, Tiszaföldvár, Kompolt, Örménykút, Lenauheim, Kiskundorozsma, Szabadka, Ada usw. Auf diesen Fundstellen können die Gesagten aufgrund der Überein­stimmung des Charakters der Objekte und des archäologischen Materials unzweifelhaft beobachtet werden. Auf den meisten, gut oder mittelmäßig dokumentierten Fundorten (Ti­szaföldvár, Kompolt, Szőreg) kam das in die Attila-Zeit datierte Fundmaterial in der „Pla­nierungsschicht" vor. Hierher können auch die in die Grube gelegten Toten eingereiht werden. Was das Geschlecht der Toten betrifft, waren sie Frauen, Kinder und ältere Männer. Es ist auffällig, daß es keinen erwachsenen, jüngeren Mann unter den Toten gab. Die Datierung der Fundorte, auf denen in die Grube geworfene Toten vorkamen, und die Tatsache, wonach sich das Leben auf diesen Fundplätzen nicht fortgesetzt hatte, d.h. die Siedlungen am Ende der Attila-Zeit zerstört wurden, sprechen für einen Angriff, der sich auf das, mit den Hunnen verbündete und sie bedienende sarmatische Gebiet richtete. Dieser Angriff kann vermutlich unter die Ereignisse des Krieges von Ardarik und seiner Söhne eingefügt werden. Von Attila's Vasallenkönigen war Ardarik der liebste. Nach Attila's Tod wurde aber der gepidische König zum Führer der Erhebung gegen die Söhne von Attila, und durch den Sieg bei Nedao erwarb er den Großteil des, früher von den Hunnen eroberten sarmatischen Siedlungsgebietes. Die mit den Hunnen verbündeten sar­matischen Siedlungen, die den Gépiden unterwegs lagen, wurden aufgebrannt, zerstört. In den Siedlungen könnten sie auf größere Widerstände nicht gestoßen haben, da der waf­fenfähige Teil der Bevölkerung in großer Zahl an den hunnischen Feldzügen teilnahm bzw. umkam. Die in den Siedlungen gebliebenen alten Männer, die Frauen und Kinder, die vor dem gepidischen Angriff nicht flohen, gerieten entweder in Gefangenschaft oder verfielen dem Angriff. Auf den Charakter des gepidischen Vorstoßes kann die Planierangsschicht hindeuten. Kleinere gepidische angreifende Trappen zerstreuten sich in diesem Gebiet, und sie dürften sich kurze oder lange Zeit bei den zerströten Dörfern 1. Der Plan verzerrt hier: Das seltene Auftauchen der Fundstellen auf dem Danau-Theiß-Zwie­schenstromland und der weiße Fleck im Banat sind teils mit dem niedrigen Grad bzw. mit der Lückenhaftigkeit der Forschung, teils aber damit zu erklären, daß die hiesigen Funde und Befunde unbearbeitst sind. 106

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