Agria 27.-28. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1991-1992)
D. Matuz Edit: A kyjaticei kultúra földvára Felsőtárkány–Várhegyen
Edit D. Matuz Die Erdburg der Kyjatice-Kultur auf dem Berg Felsőtárkány-Várhegy Die Gemeinde Felsőtárkány liegt nordöstlich von Eger (Kreis Heves). In seiner südöstlichen Gemarkung befindet sich der 668m hohe Berg „Várhegy" (Burgberg) (Abb. 1-4). Im Laufe der 1962 und 1964 durchgeführten Ausgrabungen wurden von Mihály Párducz Funde aus dem mittleren Neolithikum, aus der Spätbronzezeit - Früheisenzeit und aus den 12-14. Jahrhunderten freigelegt. 1-4 Im ersten Teil der Abhandlung wurden die erschlossenen spätbronzezeitlich-früheisenzeitlichen Objekte, Siedlungserscheinungen auf Grund der auffindbaren Dokumente bekanntgegeben (1-Х. Abschnitt; 1-13. Graben, 6 Häuser). Danach wurden die verschiedenen Keramikformen und Verzierungsarten beschrieben und gewertet, ihr Zeitalter und ihre Verbreitungsgebiet aufgrund der wichtigsten Analogien festgestellt. Allgemein gebrauchte Typen in der Spätbronzezeit sind: Schüssel mit eingezogenem Rand (Taf. 2/1; 6/1) 13 , Schüssel mit eingezogenem, zipfeligem Rand (Taf. l/l) 14 , Schüssel mit eingezogenem, turbanartigem Rand (Taf. 5/2) 15 , Schüssel mit fazettiertem Rand (Taf. 5/1) 16 , Schüssel mit ausladendem Rand (Taf. 18 7/2) 17 , Schüssel mit geradem Rand (Taf. 5/3) 18 . Die späte Hügelgräber- und die frühe Urnenfelderkultur gebrauchten zum ersten Mal die Schüsseln mit turbanartigem und fazettiertem Rand, später wurden sie allgemein verbreitet und waren bis zu На С im Gebrauch. Die Analogien unserer Schüsseln und Bruchstücke kennen wir in stattlicher Anzahl auch aus dem Material der Kyjatice-Kultur. Die urnenförmigen Gefäße (Taf. 1/3), die Bruchstücke mit weit ausladendem Rand, die mit waagerecht eingeritzten, eingeglätteten, kannelierten Linien verzierten, fazettierten Halsbruchstücke 19 und die senkrecht kannelierten Schulter- und Bauchfragmente 20 sind für das klassische Material der Kyjatice-Kultur charakteristisch. Der große Teil unserer Bruchstücke stammen vom Gebiet des Hauses 1,2, und 5 und aus der schwarzen Kulturschicht. Vom Gebiet des Hauses 3, aus der braunen Schicht kamen die mit hochzipfeligen, fazettierten Buckeln und mit breiten Kannelierungen und mit Punkten verzierten Bruchstücke hervor. Die erste Verzierungsart ist das typische Motiv der Gáva-Kultur und die zweite das der Lausitzer Kultur. Allgemein gerbauchte, häufige Verzierungsarten sind die plastischen, eingegliederten Rippen, die flachen Griffhenkel und die verschiedenen Buckeln und sie kamen auch in Felsőtárkány aus allen Schichten hervor. Ein Teil dieser Verzierungen konnnte Verzierungselement von Töpfen (Taf. 4/1) 25 sein. Ausführlich habe ich mich mit den Fragmenten beschäftigt, deren gerader oder sanft ausladender, wulstiger Rand mit nach rechts geneigten, schrägen Einkerbungen verziert wurden (z. B: Taf. 12/1, 13, 17) und bei denen auch unter dem Rand eingekerbte Rippenverzierung war (z. B: Taf. 8/4; 11/10). Diese Verzierungsart ist für die spätbronzezeitlichen Kulturen des Karpatenbeckens nicht charakteristisch (obwohl je ein Bruchstück im Material der Gáva- und Urnenfelderkultur zu finden ist) 26-33 , in großer Anzahl kommt sie doch im Fundmaterial des Zeitalters На В und С in der Woiwodine und in Syrmien sowie auf dem Gebiet der Unteren Donau hervor. Ihre Parallelen findet man im Nachlaß der Bosut-Gruppe und der Basarabi-Kultur 35 " 10 . Es ist anzunehmen, daß diese Stücke gemeinsam mit den eingestempelten Seitenbruchstücken (Abb. 19, Taf. 27/3 a, b) 4M2 und auch die Schale, mit zwei über den Rand emporragenden Henkeln (Taf. 3/3) 49 zur Zeit На В als Ergebnis der präskythischen Völkerbewegungen, durch Handelsbeziehungen nach Nordungarn gelangten. Auf die Handelsbeziehungen mit der Váler Gruppe der Urnenfelderkultur weisen die folgenden Formen hin: Schale mit geschweift ausladendem Rand und mit halbkuge82