Agria 27.-28. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1991-1992)
Fajcsák Attila: A szüret kezdetéhez és befejezéséhez kapcsolódó szokások, hiedelmek
Attila Fajcsák Die auf Anfang und Ende der Weinlese bezüglichen Bräuche und Aberglauben Wir geben einen Überblick in diesem Aufsatz über die letzte Phase der sechs-sieben Monate langen Arbeit im Weinberg, über Brauch und Aberglauben am Anfang und Ende der Weinlese. Sie waren beim Einzel Weinbauer ebenso unentbehrlich wie auf dem Grossgrundbesitz. Das von uns behandelte Material befasst mit zwei Gedankenkreisen: einerseits ist die Weinlese ein Freudenfest, anderseits wollte man den Rebeertrag in irgendeinerweise beeinflussen. Gemäss unserer jetzigen Kentnisse sind wir bereits überzeugt, das diese zwei Themenkreise in Richtung des Opfers bzw. in Richtung der Bräche und Aberglauben des Geistes, der Gottheit der Rebe erweiter werden können. Besonders beachtungswert kann die Forschung im zweite Bereich sein. Wir wissen ja, dass das Christentum den Volksglauben in Bezug der Weinlese nicht unberührt Hess, denke man bloss an die Allegorie des Weinstockes und der Weinrebe, die sich auf das Verhältniss Jesu mit den Gläubigern bezieht. Der Wein wurde ja auch das sakralste Symbol des Christentums. Der Aufsatz zeigt klar dass der Wein die einizige Einnahme unserer historischen Weingegenden war. Lebensweise, Gewohnheiten, Anschauungen der Weinbauer knüpte sich eng an ihn. Es ist verständlich, dass die höchste Bestrebung dieser Leute eine reiche Weinlese zu erreichen war und dass sie um dieses Ziel zu erreichen Zauberein, Bräuche Aberglauben in Anspruch nehmen. Um tiefere Zusamenhänge zu erleuchtern ist unsere Material vielleicht ungenügend, aber wir können schon jetzt behaupten, dass diese Angaben für einen einst umfangreichen Kult zeugen. Die einzelnen fragmentarischen Beweise dieses Kultes scheinen in engem Zusammenhang zu sein und es ist nicht ausgeschlossen, dass sie einst einem einheitlichem System angehörten. Wir können nur bestätigen was die Forschung schon bewiesen hat: die verschiedenen ungarischen Gebräche der Weinlese gehören dem Alter Charakter und Abstammung nach zu unterschiedlichen Agrarriten. Das bezieht sich selbstverständlich auch auf das Weinlesefest selbst ebenfalls. Wir trachten durch einige kaum oder garnicht bekannten Bräuche und Aberglauben die ihren Ursprung in der heidnischen Epoche haben oder der Volksreligiosität angehören einen Kurzen Überblick zu geben. Wir möchten damit die Aufmerksamkeit der Forschung darauf lenken, dass es bei weitem tiefere Zusammenhänge existieren, als das aus den bisherigen Publikationen hervorgeht. 449