Agria 25.-26. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1989-1990)
Korek József: A szarmata házkutatás a Bácskában
József Korek Die Forschung der sarmatischen Häuser in der Gegend „Batschka" Bis zum Herbst 1943 kannten wir infolge der zwar intensiven Forschungstätigkeit von Mihály Párducz nur zwei Hausfundamente von dem in der Zeit der Sarmaten am dichtesten bewohnten Teil der Tiefebene. Die eine Fundstelle heißt Hódmezővásárhely-Soltpalé, wo die Reste von zwei trapezförmigen Häusern mit Pfostenlöchern und mit senkrechten Wänden zum Vorschein kamen, die andere ist Hódmezővásárhely-Fehértópart, von hier ist ein dreieckförmiger Fußboden eines Hauses von kleinem Format bekannt. Wir führten 1941-1944, im Auftrage der Universität von Szeged an mehreren Punkten von Batschka Ausgrabungen, bei dieser Gelegenheit ist es uns gelungen, die Forschung der sarmatischen Häuser mit neueren Angaben von zwei neueren Fundstellen zu bereichern. Am 3. Juni 1944. reichte ich zur Redaktion dieses Manuskriptes ein, welches aber wegen des Krieges schon nicht erschien. Die erste Fundstelle heißt Senta (Jugoslawien) - Paphalom, hier führten wir eine Ausgrabung 1943 auf einer großen, sarmatischen Fundstelle, gemeinsam mit István Foltiny durch (Abb. 1). Auf dem zum Kincses - Gehöft gehörenden Gebiet fanden wir 60 cm tief das Fundament eines 580 cm langen und 250 cm breiten Hauses mit bestrichenem Boden (Abb. 3). Orientierung: S-N, mit drei Pfostenlöchern in der mittleren Achse. Der Rand des Fundaments wölbt sich nach oben, daraus können wir folgern, daß das Haus oberirdische Wände hatte und die Satteldachkonstruktion entweder mit Schilf oder mit Stroh bedeckt wurde. Die Länge des zweiten Hauses beläuft auf 4,2 m, die Breite auf 2,20-2,40 m (Abb. 4), in einer Tiefe von 55 cm. Im südöstlichen Drittel war ein 70 cm x 75 cm großes Feuerherd, auf das Satteldach weisen drei Pfostenlöcher hin. Dieses Haus hatte keine oberirdische Wände, sondern ein Satteldach mit Schilf und Kräutern auf sich verzweigenden Pfosten. Das zum Vorschein gekommene Fundmaterial (Taf. I) kann auf das 3-4. Jh. datiert werden. Auf der Fundstelle beobachteten wir noch Reste von freistehenden Öfen (Abb. 2) und bienenkorbförmigen Gruben. Die andere Fundstelle ist Sombor (Jugoslawien) - Magyarut. Hier wurde ein 200 m x 120 m großer Hügel am Ufer des Mosztonga-B aches durchgeschnitten und in der Breite des Weges konnte ich 15 kleinere und 6 größere Gruben mit rundem Durchmesser vermessen (Abb. 5). Ich erschloss zwei größere, bienenkorbförmige Gruben, die ich für Häuser halte. Die Größe der ersten beträgt 420 cm x 280 cm, Tiefe 180 cm, ihre Böden waren bestrichen. In ihrer Wand fanden wir einen 100 cm x 60 cm großen Ofen, er war 60 cm eingetieft (Abb. 6). Das andere Haus stimmt mit dem vorigen überein, sein Bodendurchmesser beläuft auf 325 cm x 300 cm. In einer Ecke der Grube, 70 cm tief war ein 76 cm x 50 cm großer Ofen. Das Fundmaterial ist mit dem 4. Jh. zu datieren (Taf. II). Die nach 1949 in Gang gesetzte, regelmäßige Fundrettung führte zu einer grundlegenden Veränderung in der Forschung der Siedlungen der Sarmaten. In dieser Tätigkeit spielten János Győző Szabó im Komitat Heves, Mihály Kőhegyi im Komitat В ács und in erster Linie Andrea Vaday, besonders im Komitat Szolnok, aber auch auf dem ganzen Gebiet der Tiefebene. 173