Agria 18. (Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis, 1980-1981)

Korompai János: Cédulák Gárdonyi Géza hagyatékában IV.

János Korompai Zettel im Nachlass des Schriftstellers Géza Gárdonyi. IV. (Aufzeichnungen über die Göre-Werke und zur Schrift „Meine Kindheitserinnerungen") Der Verfasser beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Bearbeitung der Zettel, die im Museum von Eger aufbewahrt sind und zum Gárdonyi-Nachlass gehören. Seine zu diesem Themenkreis bisher publizierten Abhandlungen machten die biographischen und die weltanschaulichen Zettel, dann die von Gárdonyi im Zusammenhang mit der schriftstellerischen Arbeit gemachten Aufzeichnungen bekannt. Danach hat er im letzten (XVI—XVII.) Band des Jahrbuches des Museums die Aufarbeitung der Zettel, die sich auf erschienene Werke von Gárdonyi beziehen, angefangen. In der jetzt publizierten Arbeit setzt der Verfasser, mit dem gleichen Aufbau, wie in der vorherigen, die Bekanntmachung der Merkzettel über die Göre-Bücher fort. Die Analysierung der Aufzeichnungen zu fünf von den existierenden neun Göre-Bänden befindet sich in der vorangegangenen Publikation und die der restlichen vier Göre-Bücher ist in dieser Mitteilung enthalten. Hier ist von den folgenden Bänden die Rede: A pesti úr (Der Herr aus Pest); Kátsa (Der Zigeuner Kátsa); Bojgás az világba (Irrfahrt in die Welt); und das Buch, welches eigentlich als Zugabe geschrieben wurde und von geringeren Wert ist: Vakarts (Nachbleibsel). Die aus den neueren Zetteln erschlossenen Daten unterstützen die in der voran­gegangenen Abhandlung abgefassten Meinung, dass Géza Gárdonyi sich sozusagen bis zum Ende seines Lebens systematisch mit dem Schreiben, mit den Verbesserungen und mit der Vorbereitung von neuen Ausgaben der Göre-Geschichten beschäftigte. Es wurde auch klar, dass der Schriftsteller die Veröffentlichung von zwei Göre-Bänden von zusammen­fassendem Charakter plante. Die Zusammenstellung des Bandes Vakarts (Nachbleibsel), welcher grösstenteils aus anderen Bänden ausgebliebene Abschnitte enthält, fällt auf den Anfang der Zwanziger Jahre, d.h. auf die letzten Jahre des 1922 verstorbenen Gárdonyi. Die Prüfung der auf diesen Band bezüglichen Zettel ist dadurch besonders begründet, dass sie - wenn auch nur fragmentarisch - Licht in die Meinungsformulierung von Gárdonyi über die Diktatur des Proletariats bringen. Obwohl dieser Fragenkreis noch ziemlich unerörtert bleibt, können die jetzt vorgetragenen Fragmente zur Erforschung un wahr­haften Darstellung der Stellungnahme unseres Schrifstellers behilflich sein. Der zweite Teil der Arbeit befasst sich mit den Aufzeichnungen im Zusammenhang mit der Schrift Gyermekkori emlékeim (Meine Kindheitserinnerungen). Dieses Werk von Gárdonyi erschien erstmals in der Zeitschrift Jövendő (Zukunft), in den Nummern 1 -29 des Jahres 1903. József Gárdonyi, der Sohn des Schriftstellers, hat diese kürzeren Schriften in der bekannten Serie der Gárdonyi Werke, die von der Verlagsfirma Dante herausgegeben wurde, wieder zum Druck gegeben, aber dieser zweite Text war mit dem originalen nicht identisch. Letztens wurden Meine Kindheitserinnerungen 1965 im Band Tükörképeim (meine Spiegelbilder) abgedruckt, aber auch der Text dieser Ausgabe entspricht nicht dem jetzt erkannten bzw. dem im 1903 ausgegebenen Text. Die Bekanntmachung der entdeckten Abweichungen und besonders die Auffrischung des Textes des beschnittenen Vorwortes sind wichtig, weil diese Details zur Erkennung des Weltbildes von Géza Gárdonyi unentbehrlich sind. Der Verfasser bestrebte sich, mit der minuziösen und weitzweigenden Bearbeitung der Merkzettel zur kritischen Ausgabe des schriftstellerischen Lebenswerk beizutragen. 192

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