Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis 16.-17. (1978-1979)

Dancza János: Nevezetesebb egri árvizek a helyi sajtó tükrében

János Dancza DIE BEKENNTEREN ÜBERSCHWEMMUNGEN IN EGER, IM SPIEGEL DER ÖRTLICHEN PRESSE Die Aktualität zur Verfassung dieser Abhandlung wurde durch die hundertjährige Jahreswende des grossen Hochwassers im Jahre 1878 geboten. Am 30. August des Jahres 1878 waren nachts und in der Früh mächtige Wolkenbrüche auf dem Einzugsgebiete des Eger­baches und die grosse Wassermenge rollte durch das Egercsehi- und Szarvaskő-Tal in die Richtung von Eger. Die Leitung der Stadt hat, auf Grund der Erfahrungen von mehreren Jahrhunderten, erst in der Doppelstadtmauer, welche die Stadt umgab bei der Kreuzung des Baches so eine Brücke mit einer Doppelöffnung bauen lassen, durch welche die Wassermenge, ohne Schaden anzurichten durchfliessen konnte. Das Freiwasser wurde von der starken Stadtmauer zurückgehalten. Also waren die zwei gewölbten Öffnungen der Brücke die Regler der Wassermenge, welche in die Stadt hinein sollte. Im Jahre 1757 aber hat das Hochwasser vom 4. Juli diese Doppelmauer niedergerissen die Stadt wurde überschwemmt und viel Schaden wurde verursacht. In den Jahren 1771—78 wurde zwischen der alten und neuen Stadmauer ein stärkerer Wasserfassungsdamm gebaut. Dieser Damm wurde von der Überschwemmung des Jahres 1813 in einer Länge von 30 Metern durchgerissen und die Stadt war wieder unter Wasser. Den beschädigten Dammteil hat der Erzbischof Fischer von Eger ausbessern lassen. Der Damm konnte das Hochwasser im Jahre 1845 aufhalten. Nachdem die Gefahr vorbei war, hat man versucht die Gründe welche zur Katastrophe führten auffindig zu machen. Und solche Faktoren wurden auch ohne Sachkenntnis reichlich gefunden. Es hat sich herausgestellt, dass die technische Abteilung der Stadt, aus irgendeiner Überlegung, die kleinere Öffnung der Hl. Johann-Brücke schon früher einmauern liess und damit wurde die Durchlassfähigkeit der Brücke um 30% geringer. Der technischen Abteilung kann man noch eine bedeutende Unterlassung zuschreiben. Jahrzehntelang hat man geduldet, dass die Einwohnerschaft, die an den beiden Seiten des Dammes zur Stützung dienende Erde ganz einfach Abtrug um die Unebenheiten der Wege auszufüllen und sogar um davon Lehmziegel zu schlagen. Dadurch ähnlte der Damm einer Mauer, die ohne Fundament auf den Boden hingebaut wurde. Noch vor der Revision einer Kommission von Fachleuten wurde festgestellt, dass die dicke, stellenweise mit standhaften Pfeilern verstärkte Mauer nicht vom Wasser zerstört wurde, sondern wurde diese, da keine Stütze da war, ein­fach umgeworfen. Diese Annahme wurde auch dadurch bestätigt, dass ein 9,5 M Mauer­stück vom Wasser in eine Entfernung von 10 Metern geschoben wurde, und zerfiel trotzdem nicht. Zwei andere Stücke, die je 4,5 M lang waren zerfielen trotz einer Schleuderung von 100 Metern nicht, diese blieben in einem Stück. Die lokale Zeitung „Eger", tadelt auch die Polizei mit Strenge, weil diese die Einwohner auf die Gefahr, welche sich schon 3 Stunden vor dem Dammriss gemeldet hatte, nicht aufmerksam machte. Die Polizei selbst wurde von dem Hochwasser in ihrem Unterkunft am Stadthaus übrrrascht, einige von ihnen wurden vom Wasser aus ihrem Bett gehoben. Die Untersuchung der Fachleute, hat auch auf diese Fehler hingewiesen und um ähn­391

Next

/
Thumbnails
Contents