Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis 10. (1972)
Bakó Ferenc: A föld és tégla falazat az északmagyarországi népi építkezésben
mit Kirchen und kirchlichen Gebäuden erwähnt. Mitte des Jahrhunderts wurden schon Herrenhäuser des Landadels aus Lehm gebaut, und um 1770 schrieben die Gutsherren ihren Fronbauern diese Bauweise vor. Damit begann die Verbreitung der Lehmbauten, die alle anderen Erdbauweisen zunehmend in den Hintergrund drängten. Am raschesten verbreiteten sie sich in den Dörfern der Grossgrundbesitzer, wo die Modernisierungsbestrebungen der Gutsherren unmittelbarer wirkten und eher zur Geltung kamen. Dieser Prozess ging in den Dörfern des besitzlosen oder unter fronbäuerlichen Verhältnissen lebenden Landadels nachweislich viel langsamer vor sich. Die Verwendung von Ziegeln in der Volksbaukunst ist jüngeren Datums. Obwohl die Gutsherren schon in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts den Bau von freien Schornsteinen aus Ziegeln betrieben, wurden Ziegel lange Zeit hindurch nur zu diesem Zweck, eventuell zur Fundamentierung oder zum Bau von Pergolasäulen verwendet. Dies hatte in erster Linie wirtschaftliche Ursachen, weil die Ziegel teuer, daher für die Massen der Dorfbewohner unzugänglich waren. Nach 1945 begann sich diese Bauweise in grösserem Ausmass zu verbreiten, doch gebot ihr das Erscheinen neuer Baustoffe Einhalt. Diese Feststellungen machte der Autor vor allem aufgrund seiner auf dem Sammelgebiet ausgestellten Beobachtungen, doch ergänzte er sie mit Informationen, die er von der Befölkerung erhielt, ferner mit geschichtlichen Angaben aus schriftlichen Quellen der Ortsarchiven. 282