Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis 8.-9. (1972)

Friedrichné dr. Kovács Irén: Az 1929–33-as világgazdasági válság hatása Heves megye dolgozó népére

WIRKUNG DER WELTWIRTSCHAFTSKRIESE VON 1929-1933 AUF DAS ARBEITENDE VOLK IM KOMITAT HEVES (Auszüge aus einer in Vorbereitung befindlichen Studie) Die Auswirkung der Weltwirtschaftskrise von 1929-1933 war auch in Ungarn fühlbar. Es zeigte sich wie unausgeglichen das wirtschaftliche und politische Leben in dem von imperialistischen Mächten unterstützten, wirtschaftlich und politisch ab­hängigen, mit feudalen Überresten belasteten, eine reaktionäre Innen- und Aussen­politik führenden Ungarn war. Die Krise betraf die Werktätigen des Komitats Heves besonders schwer, denn hier arbeiteten in der Mehrzahl kleine Betriebe und Unternehmen, welche infolge der Krise rasch zahlungsunfähig wurden. Die in der Industrie - Maschinenbau, Bauindustrie, Bergbau, Schlosserei, Tisch­lerei, Schmiederei - bemerkbare grosse Arbeitslosigkeit schaffte eine schwere Lage. Für die Werktätigen des Komitats bedeutete aber die in der Landwirtschaft auftre­tende Krise und Arbeitslosigkeit eine noch grössere Last, als die in der Industrie. Zur Linderung der Arbeitslosigkeit und des Massenelends unternahm das Horthy­Regime nichts Erwähnenwertes. Man schrieb und sprach über Notstandshilfe, über die einzuleitenden öffentlichen Arbeiten, aber es wurde sehr wenig dafür getan. Was über­haupt unternommen wurde, geschah nur deshalb, um die revolutionäre Massenstim­mung mit Notstandshilfen zu dämpfen. In dieser Tätigkeit hat auch die Kirche teil­genommen und - die Gefahr erkennend, der neuen Situation entsprechend - ver­suchte sie neue Methoden anzuwenden. Der Staat und die Kirche versuchten zusammen die durch das grosse Elend der Arbeitslosen bedingte Unzufriedenheit einzudämmen. Im Komitat Heves betrug im Jahre 1932 die Zahl jener, die ohne jeglichen Hoffnung auf eine Anstellung, ohne Er­werb dastanden, etwa 30 900 Personen. Diese Zahl konnte durch die getroffenen Ver­fügungen, öffentlichen Arbeiten und Notstandshilfen nur wenig verringert werden, da die Arbeitslosigkeit inzwischen weiter zunahm. F. Dr. Irén Kovács 447

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