Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis 6. (1969)

Sugár István: Eger városfalainak és kapuinak története

DIE GESCHICHTE DER STADTMAUERN UND DER TORE VON EGER Die Stadt Eger wurde zuerst, in den 1550-er Jahren, nur von einem Pfahl­werk (Planke) umgeben. Auf die Errichtung der Steinmauer kam erst Ende der 1570-er, oder Anfang der 1680-er Jahre die Reihe. An der Planke, und auch auf der Mauer wurden vier Tore angebracht. Die Tore der Steinmauern waren doppelt ausgebildet. Entlang der Mauern standen 15—16 Basteien italienischen Typs; die Dicke der Mauern betrug 1—1,2 m. Die die Stadt umgebende einfache Mauer wurde bei den von Norden und Süden aus an die Burg anschliessenden Absch­nitten auch durch eine äussere wand gesichert. Die einfachen Mauern wurden von einem seichteren Graben umgeben, dessen äusserer Rand mit einer kleine­ren Schanze versehen war. Die Topographie der uralten Stadtmauern lässt sich auf Grund der aus dem XVIII. Jh stammenden Karten ganz genau feststellen; ihre Spurlinien wurden durch die Grenzen der Grundstücke bis heute bewahrt. Ausser den vier Toren haben die Türken noch ein Tor für Fussgänger geöffnet. Im Laufe des XVIII. Jhs wurden noch zwei weitere Ausgänge an der die Stadt umgebenden Mauern zustandegebracht. Die Mauern waren im Laufe des XVIII. Jhs bereits derart ruiniert, dass z, B. im J. 1755 in einer Länge von 700 m Bre­schen daran klafften. Die militärischen Behörden bestanden auf der Erhaltung der Stadtmauern. Nach einer sich seit Jahrzehnten hinziehenden Polemik stimm­te der Kriegsrat von Wien 1765 ihrem Abbau zu, der sogleich begonnen wurde. Im J. 1837 wurde das im. J. 1758 umgebaute Hatvaner Tor abgetragen. Diesem folgte der Abbau der anderen Tore und der Reste der Stadtmauer. SUGÁR ISTVÁN

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