Az Egri Múzeum Évkönyve - Annales Musei Agriensis 5. (1967)

Andreánszky Gábor: A hüvelyesek (leguminosae) szerepe az Eger melletti Kiseged alsó-oligocén flórájában

schmal, bzw. reduziert, Die Lianen, darunter mehrere Arten der Gruppe Dalbergieae, ein­zelne Cassia — Arten usw. wuchsen im Galeriewald wo sie genügend Feuchtigkeit geniessen konnten. Wahrscheinlich der mehr — weniger geschlossene mesophile und einheitliche Castanopsis-L?L\irsLzeenv/ald enthlielt verhältnismässig die wenigsten Leguminosen. Es ist anzunehmen dass auch unter den Leguminosen aus dem Unter-Oligozän die südost­asiatische Verwandtschaft vorwiegt. Die zahlreichen tropisch-amerikanischen Arten mit de­nen wir unsere einzelnen Abdrücke verglichen haben, zeugen jedoch dafür, dass auch die neotropische Verwandtschaft nicht zu vernachlässigen sei. Die Verwandtschaft mit dem Hol­arktis war schwach, dagegen dürfte die Verwandtschaft mit der südlichen Halbkugen wieder etwas stärker gewesen zu sein (Kennedya). Die regionale Verwandtschaft der Leguminosen ist also annähernd dieselbei die aus den übrigen herausgelesen werden kann. Statt der warm-gemässigten ostasiatischen Verwandt­schaft, die in Kiseged so stark zum Ausdruck kommt, ist bei den Leguminosen eher eine mehr tropische ostasiatische zu beobachten. Da die Leguminosen bisher in keiner eozänen, oligozänen bzw. unter-miozänen Flora Ungarns eine gründlichere Bearbeitung erfahren haben, ist die Zeit eines Vergleiches in dieser Hinsicht noch nicht gekommen. Soviel ist klar, dass die sarmatische Stufe Ungarns die schon besser bekannt ist an Leguminosen viel ärmer ist. Dies ist mit unseren Auseinander­setzungen in Einklang. Sehr viele Hülsenfrüchte liegen aus den ober-oligozänen Schichten der Wind'schen Grube bei Eger vor, die auch von Leguminosenblättchen begleitet sind. Diese Hülsen und Blättchen, obwohl reich an Individuenzahl, zeugen von einem geringeren Form­reichtum, als die Funde von Kiseged. Hierbei ist die Flora der Wind'schen Grube einerseits jünger, die während der Sedimentierung der sog. oberen Schichten lebte und an Hülsen am reichsten ist, jedoch eher tropisch, als die von Kiseged. Mit diesem Zug ist vielleicht die Individuenzahl erklärt, die geringere Mannigfaktigkeit ergibt sich aber jenem Umstand entsprechend, dass in diesen schichten erstens der Trockenwald von Kiseged, zweitens der Galeriewald fehlte. Der erstere war durch eine Palmsavanne, der zweite durch einen Auen­wald ersetzt, die an Leguminosen arm sein dürften. ZUSAMMENFASSUNG Aus Kiseged wurden im vorliegenden Aufsatz 9 verschiedene Hülsenfrüchte und 18 ver­schiedene Leguminosen-Blättchenformen von denen zwei Hülsenfrüchte und drei Blätt­chentypen als Neuarten beschrieben worden sind besprochen. Eine angeführte Fruchtform und vier Blättchenformen waren aus der Literatur schon bekannt. Kein einwandfreier Zu­sammenhang konnte zwischen Früchten und Blättchen nachgewiesen werden, so wurden die Früchte und Blättchen gesondert angeführt. Die Mimosazeen sind durch zwei Mimosites-Arten (beide höchstwahrscheinlich der Gattung Acacia angehörend), die Caesalpinioideen durch Cassia-Arten und Swartzia ver­treten, die übrigen Formen gehören der Unterfamilie Papilionatae an, unter denen die Dalbergieae besonders durch Früchte repräsentiert sind. Der Grossteil der Leguminosen wuchs höchstwahrscheinlich einerseits im Trockenwald, anderseits im Galeriewald. Der mesophile Castaflo/w's-Laurazeenwald war an Leguminosen am ärmsten. Nach der regionalen Verwandtschaft beurteilt herrschten auch hier die tropisch-ost­asiatischen Elemente, auch die Neotropen waren reichlich vertreten. Die holarktischen Arten waren noch im Hintergrund, aber auch die Verwandtschaft mit der südlichen Halbkugel zeigte sich. Gábor Andreánszky 27

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