Barna Gábor szerk.: Csépa Tnulmányok egy alföldi palóc kirajzás népéletéből 1. (Tematikus és lokális monográfiák 5/1 Eger, Szolnok, 1982 )
Magyari Márta: Csépa falun kívüli kapcsolatai
Márta Magyar! Csépa und seine ausserdörflichen Beziehungen In der vorliegenden Arbeit werden die Beziehungen des Dorfes Csépa zu den umliegenden Dörfern im Landstrich Tiszazug sowie zu den im Umkreis liegenden grösseren und städtischeren Orten analysiert. Die Verfasserin war bemüht, indem sie in erster Linie ethnologische Mittel zu Hilfe zog und sich auf gesammelte Angaben stützte, diese Beziehungen in ihrer sich auf das Dorf hin richtenden und sich von dort aus teilenden Bewegungsform zu entdecken. Das System der äusseren Beziehungen einer Dorfgemeinschaft und ihr Verhältnis zu ihrer Umgebung sind vielseitig bestimmt durch den Wirtschaftsrhythmus des gegebenen Dorfes, durch seine geographische Lage, seine Gesellschaftsstellung und durch sein kulturelles Niveau. Die Triebfedern für diese Beziehungen stellen in jedem Falle solche wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Anforderungen dar, welchen innerhalb der Dorfgrenzen nicht nachgekommen werden kann. Bei den Beziehungen wirtschaftlichen Charakters spielt innerhalb der Warenbeziehungen der Markt die wichtigste Holle. Aus einem Umkreis von etwa 50 Kilometern kamen die Gewerbetreibenden mit ihren Waren zu den Csép aer Märkten. Das Dorf unterhielt auch intensive Tauschbeziehungen zu den Weizenanbaugebieten im Süden der Grossen Ungarischen Tiefebene. Unter den Beziehungen, die nicht mit dem Wirtschaftsleben verbunden waren, sind das Wallfahrten und das Umherziehen der Bethlehemssänger die lehrreichsten. Was dies anbetrifft, so stand Csépa hier mit den katholischen Dörfern der weiteren Umgebung in enger Verbindung. Die Untersuchung der ehelichen Bindungen geschach in erster Linie anhand standesamtlicher Angaben. Die Standesregister besagen, dass das Dorf in den untersuchten Perioden durch SheSchliessungen am stärksten mit den Orten Kunszentmárt on und Szelevény verbunden war. Insgesamt betrachtet passte sich das Dorf mit dem System aller seiner Beziehungen organisch in das Leben der Grosslandschaft der südlichen Grossen Ungarischen Tiefebene ein. Angaben über Beziehungen zu seinem ursprünglichen Herkunftsort, zum zentralen Paloczengebiet , sind nicht vorhanden.