Barna Gábor szerk.: Csépa Tnulmányok egy alföldi palóc kirajzás népéletéből 1. (Tematikus és lokális monográfiák 5/1 Eger, Szolnok, 1982 )

Szlankó István: Csépa természeti viszonyai

István Szlankó Die natürlichen Gegebenheiten von Csépa Die Neuansiedler, die im 18. Jahrhundert vom Paloczenland in dieses Gebiet ka­men, stiessen in der Landschaft Tiszazug auf eine spezifische Natur. Dieses Gebiet war und ist das trockenste von Ungarn, obwohl mehr als die Hälfte der Fluren um Csé­pa aufgrund der Überschwemmungen durch die Theiss und die Körös nicht bewirtschaftet werden konnte. Ungewönlich mag auch das Ringen mit dem wandernden Sand angemutet ha­ben. An all dies mussten sich die Neuansiedler gewöhnen; sie waren gezwungen, neue Pflanzen und neue Handgriffe kennenzulernen. Csépa befindet sich im südlichsten Teil der durch die Theiss und die Körös ab­gegrenzten Landschaft Tiszazug. Diese stösst im Südwesten an die Theiss, im Süden an Csongrád , im Osten an Szelevény und im Norden an Cserkeszőlő und Tiszakürt . Im Wes­ten ist die Schwestergemeinde Tiszasas ihr. Nachbar. Bei der Herausbildung der Oberflächenformationen spielte in erster Linie das Wasser eine grosse Rolle, und erst an zweiter Stelle stehen die Spuren, die der Wind hinterlassen hat. In der Csépa er Mark können drei, voneinander gut unterscheidbare Ebenen ausge­macht werden. Von diesen liegt die sich im nördlichen Teil erstreckende Sand land­s chaft am höchsten. Von hier aus zieht sich ein verjüngender Ausläufer des Lössrü­cken von Szolnok bis an den Südrand der Gemeinde. Den südlichen Teil nimmt - abgese­hen von kleineren und grösseren Erhebungen - das niedrig liegende sog. neuholozäne Überschwemmungsgebiet der Theiss ein. Diese drei Ebenen können auf der Profillandkar te und in dem sich von Norden nach Süden ziehenden Querschnitt gut unterschieden wer den. Es ist kein Zufall, dass diese Dreiergliederung in etwa auch in den Bodenver­hältnissen wiederkehrt. Die Sandböden waren für den Wein- und den Obstanbau günstig. Die einstigen Landwirte hielten die Plurböden der sog. Oberländer /ung.: Felső-föl­dek/ für die besten. Und dies ist auch heute noch die Meinung der Spezialisten für Landwirtschaft. Von seiner Bodenbeschaffenheit her zeigt das am niedrigsten gelege­ne, einstige Überschwemmungsgebiet ein abwechslungsreiches Bild. Die höheren Rücken nehmen Flurböden ein, Während sich auf dem grösseren Teil ein aus dem Sumpf entstan­dener Wiesenboden erstreckt. Vorwiegend entlang der Gewässer ist auch ein junger Flutboden zu finden. In Fertő und Umgebung sowie in einem Teil von Csipsár hat sich Sodaboden herausgebildet. Aus dem L ehmboden und der Gelberde von Fertő wurde Csépa erbaut. Es gab und gibt hier auch noch heute grosse Lehmgruben. Die zum Verputzen notwendige Gelberde wurde in dem nach Tiszasas zu gelegenen Ende des Dorfes abgebaut. Die Zahl der Sonnenstunden und die jährlichen Wärmewerte liegen hoch. Dies ist sehr günstig für den Wein, das Obst, den Weizen und den Mais. Hingegen zeigen die Menge und die Verteilung der Niederschläge weniger Vorteile. So droht oft die Gefahr der Dürre. Vor ihrer Regulierung hatte die Theiss in der Csépa er Mark eine bestimmende Rolle inne. Heute sind die toten Arme des Flusses von mehr Bedeutung: als Wasser­speicher liefern sie Reserven zur Bewässerung und hier sammelt sich das Binnenwas­ser.

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