Szabó László szerk.: Jászdózsa és a palócság (Tematikus és lokális monográfiák 1. Eger, Szolnok, 1973 )

Tóth Ilona: Határhasználat Jázsdózsán

ILONA TÓTH DER GEBRAUCH DER FELDMARK IN JÁSZDÓZSA Dem Gebrauch der Feldmark liegen die speziellen lokalen Gutsverhältnisse, geographischen Grundlagen, juristischen Zustände, lokalen Traditionen zugrunde. Eben deshalb kann die Untersuchung dieses Problemenkreises zur Darlegung der Verbindungen zwischen den Paloczen und den Jassen nicht positiv beitragen, da Jazygien und die Paloczengegend an land­schaftlichen, geschichtlichen, juristischen, gesellschaftlichen und beruflichen Beziehun­gen wesentlich verschieden sind. Zugleich ist aber der Gebrauch der Feldmark als ein* merk­würdig durch die lokalen Verhältnisse bestimmtes Gebiet der Kultur besonders geeignet,die feste, und eigenartige Kultur von Jazygien zu betonen. Diese Kultur gab keine Möglichkeit zur Übernahme und Einbürgerung von fremden äusserllchen kulturellen Elementen. Da der Gebrauch der Feldmark in Jászdózsa nur im Zusammenhang mit den lokalen Verhältnissen erör­tert werden kann, strebt der Verfasser alle räumlichen und zeitlichen Beziehungen zu er­klären, die Gründe der Herausbildung des heutigen Bildes vorzustellen. Die Studie geht bis zu den früheren wirtschaftlichen Strukturen zurück, behandelt die Veränderungen im Laufe der Jahrhunderte. Es wird das Verhältnis zwischen dem Ackerbau und der Viehhaltung untersucht. Der Verfasser stellt die Umgestaltung des Bildes der Landschaft, ferner die gesellschaftlichen und juristischen Verhältnisse. Im ersten Teil der Arbeit Uberblickt der Verfasser die Eigenheiten das Gebrauchs der Feldmark von der Ansiedlung der Jassen bis zur Ablösung der früheren Freiheit, also bis zur Redemption A239-174-5/. Es wird erklärt, dass die sümpfige, an Gewässern reiche Landschaft den Ackerbau gewissêr­massen von Anfang an beschränkte und die Viehhaltung eine grössere Rolle spielen iiess. Diese Rolle wuchs während der Türkenzeit durch die Ungewissheit und Abschwächung der Bevölkerung aü Bedeutung. Es ist zwar ein langsamer Zuwachs der Ackerfelder zu beobachten* aber die Menge der Ackerfelder ist 1 auch in der Konskription I699 ausserordentlich niedrig. Trotzdem konnte die Dorffeldmark ziemlich frei gebraucht werden, weil die Felder •' durch das Privileg László IV. zum freien Gebrauch­- der Gemeinden gegeben worden waren. Juristisch war also der freie Feldgebrauch der Gemeinschaften nicht beschränkt. Jazygien wurde 17o2 vom'Leopold I. an den Deutschritterorden verpfändet, wodurch die Jassen Leib* eigenen wurden. Trotz des Fronzustandes verfügten sie frei über die Felder, weil das Land infolge' der Türkenkriege und das "J^eeiheitskampfes von Rákóczi dünn bevölkert war. Im Jahre 174-5 lösten die Jassen ihre alte Freiheit, früheren Rechte für das eigene Geld ab. Die Redemption rief aber neue juristische Lage ins Leben. Die sich daran beiteiligten Bewohner bekamen nämlich nach dem Verhältnis der bezahlten Ablösungssummen'sgn. n Kapi­talfelder" /tőkeföldek/, wozu noch Beitragsfelder /j órulékföldek/ gehörten. Beide wurden jährlich, später in grösseren Zeitabschnitten immer wieder verteilt, aber der Schlüssel blieb derselbe. Die sich nicht mit Geld ablösten, aber sich zur allgemeinen Steuerpflicht und Soldatenstellung verbanden, die Irredempte, verloren das Gebrauchsrecht der-früheren gemeinsamen Felder. Sie bekamen nur einen Hausgrund, kleinere Beitragfelder und Weiden. Der grösste Teil der Ankömmlinge, die als Knechte im Dorf lebten ; genossen nicht einmal ' die Rechte der Irredempte, sie durften gar keine Felder bekommen. Sie hiessen Inquilinen, Die Bewohner von Jászdózsa lösten auch weitere Felder ausserhalb der Dorffeldraark, etwa 12o-15o km fern in Kleinkumänien, die als Weiden gebraucht wurden. Nach der'Erklärung der Rechtsgründe werden die Teilfragen des Gebrauchs der Dorfflur erörtert. In den Jahren 17^5-19oo bilden der Vorstoss des Ackerbaus, die Vergrösserung der Acker­felder, der Rückgang der Weiden und Wiesen und die Herausbildung der intensiven Viehhaltung das Wesen der Veränderung im Flurgebrauch, Auf Grund von protokollischen Angaben wird berichtet, dass nicht einmal die geringen Ackerfelder im 18. Jahrhundert völlig bebaut wurden, da das Dorf durch die Dreifelder­wirtschaft charakterisiert wurde, indem ein Drittel der Felder im Herbst, der zweite Drittel im Frühling gepflügt wurde, der dritte brach blieb. Die Brache wurde zugleich als Weide gebraucht und vom Vieh gemistet. Es Ist zu bemerken, dass die Qualität des Bodens schon ganz früh, um die Mitte des 18, Jahrhunderts beachtet wurde, indem je andere Pflanzen auf dem Sandboden und auf dem bindenden Boden gezüchtet wurden. In der zweiten Hälfte des 18, Jahrhunderts wurde oft sogar die Brache bebaut. Dort begann man mit der Produktion der neuen Hackfrüchte, wie Tabak oder Mais. Der Mais war bereits am Ende des 18. Jahrhunderts ein Teil des - 285 -

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