Szabó László szerk.: Jászdózsa és a palócság (Tematikus és lokális monográfiák 1. Eger, Szolnok, 1973 )
Szabó László: A jászdózsai rokonsági rendszer
dio Grossfamilie auch bei den Paloczen bekannt war - wenn auch nicht in dieser Formist die Ähnlichkeit der beiden Terminologiesysterae darauf zurüchzufUhren . Drittens ist die Struktur der Verwandtschaftsterminologie in Jászdózsa dadurch gekennzeichnet, dass die nicht Blutsverwandten, wenn sie älter als das Ego sind, unter den Bezeichnungen sógor /Schwager/ und ángyikám /Schwägerin/ zusammengefasst werden, die Graden +2, +1 und 0 der affinialen Verwandten, sowie den Grad 0 der HeiratsVerwandtschaft zugezogen. In dieser Hinsicht stimmt das System von Jászdozsa mit der ungarischen Verwandtschaftsterminologie Uberein, weicht aber vom Verwandtschaftssystem der Paloczen ab. Der Verfasser untersuchte deshalb diese Eigenart tiefgehender. Die Unterschiede können damit erklärt werden, dass die Grossfamilie bei den Paloczen zusammenlebte, bei den Jassen aber die einzelnen Elemente der Grossfamilie auf den Einzelgehöften selbständig ihre Wirtschaft trieben. So hatten die älteren Geschwister keine Macht über die Schwiegertöchter. Im nächsten Teil der Arbeit untersucht der Verfasser die einzelnen Termini und ver gleicht sie mit dem'entsprechenden Bezeichnungen der Paloczen vom unteren Mátra-Gebiet und Komitat Komárom. Aus diesem Gesichtspunkt hält or nur zwei Terminipaare für wichtig: zuerst die Graden +2 und +3, eventuell +4 in konsanguiner gerader Linie /máskapám,öreg apá m/ = Grossvater, Urgrossvater, Ururgrossvater/, zweitens die weiblichen Varianten derselben Gradón /öregszülém , másikszülém , édesszülém/ = Grossmütter, Urgrossmutter ,Ururgrtssmutter/. Es ist darauf zu schliessen, dass die Wörter másk, másik- in dieser Zusammensetzung stark an die Paloczengegenden zu knüpfen sind, sowie das Wort szüle in dieser Bedeutung. Mit bestimmtem Vorbehalt können also die Termini máskapám , másikszülém eventuell édesszülé m mit den Paloczenansiedlern in Verbindung gebracht werden. Im vierten Teil das Aufsatzes erörtert der Verfasser die hinter den angeführten Bezeichnungen steckenden Verwandtschaftsinstitutionen in Jászdózsa. Um die Jahrhundertwende Ü ; nnen zwei Institutionen in Betracht genommen werden, nämlich die Familie /Kleinfamilie, und .besonders lebende Grossfamilio/ und das Geschlecht /nemzetség /. Die besonders lebende Form der Grossfamilie knüpft sich nicht unbedingt an bestimmte Vermögensschichten, wie in anderen Gegenden. Ihr Ziel war die gute und wirksame Organisation der Wirtschaft und des Familienlebens. Diese Institution hiess früher had /Sippe/. Die Sippe und die Grossfamilie sind also identisch. Vorige musste durch das Wort Familie verdrängt worden sein, weil die KleInf ami lien, die um die Jahrhundert wende In immer grösserer Zahl erschienen, können nicht mehr so genannt werden. M Sippe n bedg&tôte ursprünglich eine grosse Monge, welches Motiv zur wirklichen Anzahl der Kleinfamilie einen Gegensatz bildete. Das Wort Familie beschwörte keine solchen Assoziationen herauf, so konnte es bei beiden Familientypen, bei der Klein- und Grossfamilie gleichermassen verwendet werden. Die Grossfamilie wurde von dem Vater oder Grossvater gelenkt, der eine aktive Rolle in der Wirtschaft und eine diktatorische Macht über die Familienmitglieder ausübte. Die Sippe in Jászdózsa, die eigentlich die früher zusammen um die Jahrhundertwende aber schon besonders lebende Grossfamilie bedeutete, ist also nicht identisch mit der Sippe im unteren Mátra-Gebiet, die dort als ein weiter Verwandtschaftsrahmen die Grossfamilien zusammenhält, vereinigt. Die andere Institution ist das Geschlecht /nemzetség /, ein weiter Verwandtschaftsrahmen, der aber von der Sippe /had/ der Paloczen im unteren Mátra-Gebiet abweichend keine aktive Verwandtschaftsgemeinschaft bezeichnet. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit bei den besonders lebenden Kleinfamilien hat einen anderen Charakter, sie wird von den jetzt nicht erörterten Institutionen, wie Verwandtschaft, Vetterschaft /rokonság , atya fis ág/ organ Islert, Sie aber vermissen jenen Zug, der um die Jahrhundertwende das Wesen des Geschlechts als einer Institution bildete. SchliessliBch stellt der Autor fest, dass durch die Verwandtschaftslnstitutionen die Eigenarten der Termini erklärt werden. Es kommt auch aus Tageslicht, dass diese Termini in keiner Beziehnung mit den Verwandtschaftsinstitutionen der Paloczen vom unteren Mátra-Gebiet und vom Westen stehen, obwohl einige strukturelle und terminologische Eigenarten in der Verwandtschaftsterminologie einer Paloczeneinwirkung zu verdanken sind.