Dankó Imre szerk.: Bolgár tanulmányok II. (A Hajdú-Bihar Megyei Múzeumok Közleményei 29. Debrecen, 1975)

Zusammenfassung

Das Material der gemeinsamen bulgarisch-ungarischen István Ecsedi Gedächtnisfeier Sumen ist die Bruderstadt von Debrecen. Ihre Beziehungen sind tief, sie zeigen von beiden Steiten über die örtlichen Faktoren hinaus. Das Debrecener Déri-Museum brachte ein wertvolles aber ein kaum bekkantes Moment der Beziehungen beider Städte zutage, als das Museum 1971 in Sumen mit dem Kossuth Lajos Múzeum der Ungarisch-Bulgarischen Freundschaft eine gemein­same Gedächtnisfeier veranstaltete. Zu dieser Verastaltung gab einen guten Anlas, das vor 40 Jahren die Arbeit von Ecsedi A bolgárok földjén (Im Lande der Bulgaren) erschien. Der erste Teil der zweiteiligen Feier fand in Sumen am lo. Mai 1971 statt, wo aus diesem Anlas eine Ecsedi-Gedenktafel von den Vert­retern des Debrecener-Museums enthüllt wurde. Der Zweite Teil war in Deb­recen am 30. Mai 1971. An der Gedächtnisfeier in Sumen haben ungarische, in Debrecen bulgarische Wissenschaftler über István Ecsedi, über seine bulga­rische Forschungsarbeit, über die ungarisch-bulgarischen Beziehungen und in­nerhalb dieser über die Beziehungen zwischen Debrecen und Sumen Vorträge gehalten. Unser Band veröffentlicht diese Vorträge mit vier Artikeln ergänzt, die über Sumen, Preslav, Pliska und Madara ein umfassendes Bild bieten. Die 4 letzten, als Anhang gebrachten Artikel weisen auf die Tätigkeit von Géza Fe­hér hin, unter anderem darauf, das Géza Fehér zuerst als Student, später als Privatlehrer und Mithelfer von István Ecsedi in seinen bulgarischen Forshun­gen an der Universität von Debrecen tätig war. István Ecsedi wurde 1885 in Debrecen geboren, wo er 1936 starb. Seine Studienjahre verbrachte er in Budapest, wo er auch das Doktorat der Philo­sophie erwarb. Als Geschichts- und Geographielehrer arbeitete er in der Leh­rerbildungsanstalt von Debrecen, später war er Kustos des Museum. 1929 wur­de er Direktor des Déri-Museums. Auf dem Gebiet des Fischfanges, der Schaf­zucht, der Volksnäherung, des Ackerbaus und der Viehhaltung verrichtete er eine umfassende volkskundliche Sammlungsarbeit und Ausarbeitung. Sein Ha­uptforschungsgebiet war das Hortobágy. Das Volksleben seiner Heimat, so­gar seiner Stadt kannte er „von drinnen", man kannte ihn als eine echte „Civispersönlichkeit" der Stand: er war der „Civiswissenschaftler". Dies be­deutete bei ihm bei weitem nicht Eingeschlossenheit. Die Erscheinungen des Volkslebens untersuchte er in weitem Umfang, in Beleuchtung von vielen Zu­sammenhängen unter anderem in Kenntnis der interetnischen Beziehungen. So ging er auch nach Bulgarien, um dort in erster Linie die Viehhaltung und die Scafzucht zu untersuchen und die mit der ungarischen zu vergleichen. Ecsedi war zweimal in Bulgarien, im Jahre 1926 und 1927. Beidesmal forschte er in der Umgebung von Sumen und an der Hochebene von Deli orman. Seine Erfahrungen veröffentlichte er ausserhalb von vielen Artikeln in dem Buch

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