Vezető a Déri Múzeum kiállításaihoz II. A Déri gyűjtemények. 2. javított kiadás (Debrecen, 2001)

117 MÖBEL geln. Auffallend ist, dass bei diesen Exemplaren nicht mehr die durch das Blasen gegebene Form zum ästhetischen Erlebnis führt, sondern mehr die von der Form unabhängige Verzierung. Im letzten Schaukasten sind die sog. Bieder­meier-Gläser zu sehen, die in bekannten tsche­chischen Werkstätten entstanden und sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten. Diese Gläser waren die Schmuckstücke der bürgerli­chen Wohnung. Auch diese neogotische Formen aufweisenden Exemplare tragen die Zeichen des Kristallstils. In den Ausstellungen des Déri-Museums trifft der Besucher auf verhältnissmäßig wenig Möbelstücke. Diese stammen zumeist aus der Zeit vom Ende des 18. bis Anfang des 19. Jahr­hunderts. Vom Ende des 18. Jahrhunderts her ist einzig ein zweitüriger Schrank im Besitz des Museums. In seiner äußeren Form weist er ba­rocke Züge auf, während in seiner Verzierung klassizistische Motive auffallen. Ein weiteres großes Möbelstück ist ein Schreibschrank, von dessen Art das Museum mehrere Exemplare be­sitzt. Anhand dieser kann man die Veränderung und die Entwicklung dieses Möbelstücks vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gut verfolgen. In der Ausstellung auf der I. Etage sind auch einige Stühle zu sehen, die aus Debrecener Tisch­lerwerkstätten stammen und in der Mitte des 19. Jahrhunderts gefertigt wurden. Zwei Vertreter der europäischen Möbelher­stellung sind in der Ausstellung auf der IL Etage zu sehen. Der eine ist ein großer zweitüriger Schrank aus der zweiten Hälfte des 17. Jahr­hunderts, in welchem die charakteristischen Elemente der deutschen Barockmöbel vereint sind. Mit seinen monumentalen Doppeltüren,

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