A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1974 (Debrecen, 1975)

Művelődéstörténet, irodalomtörténet - Kilián István: Komödie vom Anfang des 18. Jahrhunderts über den trunksüchtigen Pfarrer und den sauflustigen Magister

Argu [umenjtum Marcellus Adolescens Principum p[ro]gnatus sangvine de perniciosa lutherana haeresi, in qva educabatur edoctus g[ene]rosa p[ro]rsus fuga fidei catholicae desiderio abundantius adipiscendae domum paternam deserens exul laboré manuum suarum vitam sustentabat, nee ulli prius, q[va]m jam ad immanescibilem coronam vitae evocatus, post ul[ti]mam exomologesim cujdam pr[ior]i e sorte Jesu illustres suos natales ap[er]uit. Ex Ann[alibus] Sfocietatis] J[esu] F[landriae] Belg[icae]. 18 István Kilián KOMÖDIE VOM ANFANG DES 18. JAHRHUNDERTS ÜBER DEN TRUNKSÜCHTIGEN PFERRER UND DEN SAUFLUSTIGEN MAGISTER In diesem Aufsatz wird die Veröffentlichung des Kolligats fortgesetzt, über das der Verfasser nach seiner Entdeckung im Archiv des Komitats Borsod ein relativ umfassendes Bild zu geben versuchte. Das unten angeführte Drama ist ein Stück aus dem neuerlich ent­deckten, wegen mehrerer Gründe interessanten Schuldramenkolligat der Kézdivásárhely­Kantaer (Komitat Csík, Transsylvanien, heute Rumänien) Minoritenschule. In der Einlei­tung werden die Dramen (Tragödien, Mysteriumsspiele, Moralitätsspiele, lateinsprachige Komödien) aufgezählt, die bisher veröffentlicht sind. In der Dramensammlung wurden also die frühesten Spuren von der kaum bekannten Bühnenkultur einer siebenbürgischen Klein­stadt aufgeklärt. Über das Kolligat erschienen bisher die folgenden. Aufsätze: 1. Ismeret­len iskoladrámagyűjtemény a XVII-XVIII. századból (Unbekannte Schuldramensammlung aus den 17-18. Jahrhunderten) - Borsod-miskolci Füzetek. Irodalomtörténet. Nr. 3. Miskolc 1967; 2. Latin nyelvű pásztorjáték a XVIII. század elejéről (Lateinsprachiges Hirtenspiel vom Anfang des 18. Jahrhunderts.) Antik Tanulmányok 1968. XV. 2. S. 304-320; 3. Latin nyelvű komédia a XVIII. század elejéről a Borsod megyei levéltárban (Eeine lateinische Komödie vom Anfang des 18. Jahrhunderts im Miskolczer Archiv). Herman Ottó Múzeum Évkönyve X. Miskolc 1971 S. 385-433; 4. A magyarországi Miklós-kultusz első drámatörténeti emléke (Das erste dramenhistorische Denkmal des Nikolauskultes in Ungarn). Múzeumi Kurír Deb­recen 1971 Nr. 5 S. 22-28; 5. Latin nyelvű komédia 1720-ból a miskolci levéltárban (Eine Komödie in lateinischer Sprache aus dem Jahre 1720 im Miskolcer Archiv). Voluptas a de­luso adolescente delusa. Herman Ottó Múzeum Évkönyve XI. 1972. S. 219-253; :. Sanctus Nicolaus Episcopus seu liberalitas coronata. A magyarországi iskoladráma példája 1688-tól (Das Beispiel des ungarischen Schuldramas aus 1688). A debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1973. S. 375-446. Die Entstehungsumstände des hier angeführten Dramas sind unklar. Sicher ist, dass es 1732 schon in der Bibliothek der Kantaer Minoritenschule sein musste. Dieselbe Hand hat nach dem Drama auch das Argumentum eines nächsten Dramas nachgeschriben, das aufgrund der Quellenangabe in den „Annuae Litterae" eines belgisch-flämischen Jesuiten­klosters zu lesen war. Die hier veröffentliche Komödie kann ebenso ein Produkt des inter­nationalen Jesuitenrepertoires sein, sie konnte einem Minoriten irgendwie gefallen, er habe sie mit den anderen Dramen in sein Heft eingetragen, um einmal in der Kantaer Schule zu inszenieren. Der Abschreiber musste ein Ungar sein, ein Textausschnit (66-67. Zeilen) sagt nämlich, dass der Lutheranismus und Kalvinismus auf allen Erdteilen mit Erfolg ver­breitet wurden, in Ungarn aber nicht. Der Gattung nach ist dieses Drama eine Komödie, es trägt aber auch die Charakterzüge des Moralitätsspieles. Über das Schicksal des Menschen entscheidet der Fürst der Hölle, er schickt seine Diener gegen den Menschen. Das Thema wird aber zweifellos gegen den Protestantismus in Ungarn gerichtet, 18 Az Argumentum lemásolásával megszakad a kézirat. A kolligátum 51. lapján az Exile pretium kezdetű dráma kezdődik. 51* 803-

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