A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1965 (Debrecen, 1966)
Adatközlések - Módyné Nepper Ibolya: Herd aus der Kupferzeit von Biharkeresztes-Nagyfarkasdomb
7. ábra. 1 : 2 JEGYZETEK 1 Mesterházy Károly: Beszámoló az 1965. évi biharkeresztes—ártándi ásatásról. — 1. jelen kiadványban DMÉ. 1965. — Ezúton is köszönetet mondok az ásatás vezetőinek, hogy munkájukban részt vehettem s a rézkori objektum publikálását lehetővé tették. 2 B. Kutzián Ida: The copper age cemetery of Tiszapolgár—Basatanya. Archeológia Hungarica XLII. (Budapest, 1963) 7. sír: Plate XII/6, 97. sír: p. 172, Fig. 92., Plate XCIII/8, 120.sír: p. 199, Fig. 114, Plate CVI/5. 3 В. Kutzián: i. m. Plate XCIX/4. 4 B. Kutzián: i. m. Plate XXXIV/4. 5 Zoltai Lajos: Jelentés Debrecen Szab. kir. Város Múzeumának és Közművelődési Könyvtárának 1928. évi működéséről (Debrecen, 1929) 43. 6 Makkay János: A bihari Berettyóvölgy őskori leletei. — DMÉ. 1948—56 (Debrecen, 1957) 34—36. — A Biharkeresztes—ártándi rézkori objektum felveti a lehetőségét egy olyan bihari rézkori csoportnak, mely a tiszapolgári és bodrogkeresztúri kultúra összeötvözött emlékanyagát őrizte. Ibolya Módy Herd aus der Kupferzeit von Biharkereeztes-Nagyfarkasdomb Bei den fundrettenden Ausgrabungen des Museums Déri im Sommer 1965 in Biharkeresztes-Nagyfarkasdomb wurde während der Aufdeckung von zwei Gräbern aus der Arpadenzeit wahrgenommen, dass sich noch zwei Gruben darunter befinden, die in der 8-Form verbunden sind. Die eine stellte einen durchbrannte Lehmschicht enthaltenden Herd dar, während die andere,in der Topfbruchstücke, schwarze Loderasche und verkohlte Reste von Knochen vorzufinden waren, den anschliessenden Aschenraum bildete. Beim öffnen des Herds stellte sich heraus, dass die Scherben von zwei Gefässen in verschiedener Grösse und von verschiedenem Stoff zum Lehmen des unteren Teiles des Herds in mehreren Schichten abgelegt wurden. Ein Gefäss sollte die Rolle eines Getreidebehälters spielen. Der Grundteil ist leider verloren gegangen, aber die sonstigen Stücke im grossen und ganzen Hessen sich zusammenfügen. Die Höhe des zusammengefügten Teils ist 56 cm, unter dem gerade abgeschnittenen Rand Läuft ein 1,5 cm breite, mit Fingerdrücken dicht gegliederte, plastische Leistendekoration. In der den eigentUchen Herd bildenden Grube wurden zwei Gefässe und Gefässbruchstücke vorgefunden. Ein Gefäss ist fast unversehrt, während nur das untere Drittel des zweiten Gefässes erhalten ist, in dem die Hälfte einer Schweinsmandibel aufgefunden wurde. Das weniger beschädigte Gefäss war 16,5 cm hoch, unter dem Rand desselben befanden sich Knorrenzierden von mittlerer Grösse in einer Reihe vollständig symmetrisch angeordnet, von denen drei erhalten sind. Parallel wurden in den Gräbern aus der späten Kupferzeit von Tiszapolgár-Basatanya aufgefunden, deren Form Blumentöpfen ähnlich war. Der Getreidebehälter, dessen Scherben den Grund des Herds bildeten, die Gefässbruchstücke im Aschenraum, aber vor allem die zwei Parallele der auf dem Herd vorgefundenen Gefässe weisen darauf hin, dass dieser Fund mit dem Ende der Kultur von Tiszapolgár oder mit der Kultur von Bodrogkeresztúr zusammenhängt. Soviel ist sicher, dass er das erste authentisch beobachtete Beisetzungsandenken aus der Kupferzeit darstellt, das im Gebiet des Komitats Hajdú-Bihar aufgefunden wurde. 440