Ecsedi István – Sőregi János: A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1934 (1935)

Deutscher Auszug

405 Hier bespricht der Verfasser die ungarischen Trinkgefässe, die vor allem aus Holz, dann aus Töpferware erzeugt werden. Nur neuerdings gewinnt die Glasflasche an Raum. Auch wird der sehr beliebten mit Rosshaut überzogenen Feldflasche Erwähnung getan. Schliesslich erwähnt der Verfasser auch die irdene Feldflasche, die in scherzhaften Formen ausge­modelt und von ihren Erzeugern mit scherzhaften Inschriften versehen wird. Nach der Behandlung der Speisen und Getränke befasst sich der Verfasser mit der Beschreibung der Kochgeschirre und Esszeuge. Der überwiegende Teil der Kochgeschirre ist Töpfer­ware. Es wird in irdenen Geschirren gekocht und aus solchen gegessen. Die neue Mode hat bei den wohlhabenden Leuten emailliertes Geschirr und Porzellanteller eingeführt. Es wird ferner die Entwickelung des Kochherdes von den ältesten Zeiten an und von den bescheidensten Kreisen bis zur Küche der heutigen wohlhabenden Leute besprochen. Die Frage des Heizmaterials wird durch die Umstände und die Vermögensverhältnisse bedingt. Auf der Grossen Heide wird mit Kuhmist, in den Waldungen mit Holz und Reisig, auf den Ackerfeldern mit Maisstengeln und Stroh geheizt. Durch die seit dem Weltkriege eingetretenen wirtschaft­lichen Schwierigkeiten haben sich die Nahrungsverhältnisse zusammengeschrumpft und verändert. Der Ungar ist bei seinen Mahlzeiten sehr ernst und artig, im Essen und Trinken mässig.

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