Ecsedi István – Sőregi János: A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1934 (1935)

Deutscher Auszug

398 den ersten Streifen des inneren besiedelten Teiles der Planken­festung ans Tageslicht gebracht. Fig. 22, 23 zeigen die aufge­deckten Teile, und zwar die Holzreste mehrerer Wohnplätze : Pfähle, Dachsparren, Balken, Leiter, Türpfosten, Pflock etc. von der Seite und von oben gesehen. Die drei letztgenannten Stücke zeigen Fig. 24, Seite 66. Alle diese Funde und Fundum­stände beweisen, dass die Festungstheorie des Verfassers Dr. J. Sőregi richtig ist. Weitere Forschungen folgen jährlich. 3. Neolithische Urbesiedelung und ihr Gräberfeld in Zsáka, Kom. Bihar. (Seite 67—72). Bei einem Strassenbau zwischen Zsäka und Kornádi wurden drei Gräber (N° 1, 2 und 3) zerstört. Siehe Situationsplan. Fig. 27, Seite 70 ! Die darauf folgende Ausgrabung hat noch zwei Hockerbestattungen ergeben, welche jedoch ohne Beilagen waren. (Fig. 26, Seite 69). In den zer­störten Gräbern wurden Perlen aus der Schale von Meermuscheln und eine Steinaxt gefunden (Fig. 25. Abb. 2 u. 3, 3a, 3b, Seite 68). Ausser den Gräbern hat man noch zwei kleinere Urbesied­lungen (I, II) aufgedeckt. Beide hatten eine Kulturschichte von 90 cm. Höhe und 6 bzw. 15 m. Durchmesser. Es wurden eine grosse Anzahl verzierter Scherben der bandkeramischen Kultur, Tierknochen, Muscheln, gebrannter Wandlehm mit Abdrücken des Rutenflechtwerkes, Obsidian- und Feuer­steinsplitter ; ferners aus unteren Schichten bemalte Tonscher­ben, Bruchstücke mehrerer Rohrfussgefässe, gebrannte Ton­perlen etc. ins Déri Museum gebracht. Das Gräberfeld setzt sich höchstwahrscheinlich am linken Ufer des Rögös-Kanals fort. (Fig. 27, Seite 70). Sobald dort eine spätere Ausgrabung möglich sein wird, beabsichtigt der Ausgrabungsleiter eine ausführlichere Beschreibung zu verfas­sen. In der Nähe wurden noch ein bronzezeitliches Urnen­gräberfeld und ein neolithisches Gräberfeld entdeckt. 4. Die Berettyószentmártoner Urbesiedelung „Korhán" (Kom. Bihar). (Seite 72—75). Einige Schatzsucher haben im Überschwemmungsgebiet des Berettyó-flusses beim Dorfe Berettyószentmárton eine grosse Urbesiedelung entdeckt. — Siehe Ansicht Fig. 28, Seite 72 ! Kustos Sőregi hat aus der von den Schatzgräbern ausgeworfenen Erde eine grosse Anzahl neolithischer und bronzezeitlicher Funde (Scherben, Gefässe, Tierknochen, Geweihe, Geräten aus Hirschgeweih etc. Fig. 30, 31, Seite 74, 75) gesammelt. Eine weitere Ausgrabung folgt. VIII. Kapitel (Seite 76—77) Budgetbericht. Die Erhaltungs­kosten des Museums im Jahre 1934 betrugen 42.419 Pengő. — Die Staatssubvention war im Jahre 1934 Pengő 1200. IX. Kapitel (Seite 77—86) Das Museum als Kulturhaus. Der grosse Vortragssaal war in 33 Fällen und die periodischen Ausstellungsräume 13 mal in Anspruch genommen. — Die Leihbibliothek und der Lesesaal wurden von 112,000 Personen

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