Ecsedi István – Sőregi János: A Debreceni Déri Múzeum Évkönyve 1933 (1934)

Függelék - Népies halászat a Közép-Tiszán és a tiszántúli kisvizeken - Tartalom

"306 die türkischen Historiker und sehr viele Darstellungen sind durch die Radierungen derselben Zeit bewahrt. Da die Ausgrabungen noch nicht beendet sind, kann man hoffen, dass an der Stelle des Holzbaues noch sichere zeit­bestimmende Funde vorkommen oder aus Urkunden, welche von diesem Standpunkte noch nicht durchforscht sind, nähere Belege zum Vorschein gelangen werden. s. j. Anhang. II. Volkstümliche Fischerei im Gebiete der mittle­ren Theiss und jenseits der Theiss. Von Direktor Dr. St. Ecsedi (Sèite 123—300). Mit XIV Tafeln und 78 Abbildungen. Der Verfasser behandelt das Leben der Fischer in jenem Teile der Ungarischen Tiefebene, welcher sich längs der Theiss und östlich davon bis an den Rand des Gebirges ausbreitet. Er stellt fest, dass die Fischerei bei den Ungarn in der Urzeit nicht allgemein verbreitet war. Ein Aufschwung vollzog sich, als sie in ihre heutige Heimat kamen und zum Christentum übertraten. In der Entwickelung des ungarischen Fischerlebens unterscheidet man vier Zeitabschnitte : I. Blühende Fron­fischerei vom XI. bis zur Mitte des XVI. Jahrhunderts. In dieser Zeit hatte die Geistlichkeit viele Fischer, und es gab in Ungarn viele ertragliche Fischteiche. II. Die Zeit des Verfalls, die Zeit wo der Türke Herr im Lande war, von der Mitte des XVI. Jahrhunderts bis zum XVIII. Die Türken essen keine Fische. Daher wurden die Fischteiche zerstört, die Fischer vertrieben und die ganze Fischerei fiel dem Untergange zum Opfer. III. Das Zeitalter der neuen Entwickelung, vom Anfang des XVIII. bis in die 60-er Jahre des XIX. Jahrhunderts. Die Fischerei nahm einen neuen Aufschwung. Die grossen Urbariatteiche wurden nicht neu hergestellt, jedoch das Fischen des Einzelnen ent­wickelte sieh umsomehr. Die Fischerei wurde zur Erwerbs­quelle vieler Menschen und einzelner Gruppen. Diese Fischer suchen von der Theiss kommend auch die seichten und sumpfigen Gegenden jenseits der Theiss auf. Der IV. Abschnitt ist wieder eine Zeit des Verfalls und dauert vom zweiten Drittel des XIX. Jahrhunderts bis auf unsere Zeit. Die Binnenwasser­regulierung und die Entwässerung der Theissgegend gab dem Reichtum an Fischen den Todesstoss. Die Stellen, welche zur Fischzucht und zur Entwickelung günstig waren, wurden was­serarm, die Fischerwirtschaft ging bergab. Die Fischer ver­hessen ihre alte Beschäftigung und suchten sich einen anderen Lebensunterhalt. Wer aber zurückblieb, konnte sein Leben kaum fristen. Die Fischerei gelangte in die Hände der Gross­pächter. Die Regierung versuchte durch Schutzmassnahmen und Einrichten von künstlichen Fischteichen der in Verfall geratenen Fischerei auf die Beine zu helfen. Die ersten Versuche

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