Módy György – Kállai Irén szerk.: Bihari Múzeum Évkönyve 8-9. (Berettyóújfalu, 2001)
IRODALOMTÖRTÉNET - NYELVÉSZET - LITERATURGESCHICHTE - Einige Besonderheiten der Mundart von Sárrétudvar
Lajos Zilahi EINIGE BESONDERHEITEN DER MUNDART VON SÁRRÉTUDVAR Diese Arbeit hätte Teil einer lokalgeschichtlichen Monographie über die Großgemeinde Sárrétudvar sein sollen, doch die Monographie kam nicht zustande. Die der dialektologischen Aufarbeitung zu Grunde liegenden Gesprächsaufnahmen haben wir 1987 und 1988 gemacht. Damals waren sie frisches Material vom aktuellen Bild der lokalen Mundart. Bis zur jetzigen Veröffentlichung sind fast eineinhalb Jahrzehnte vergangen. Währenddessen gab es in der internen Struktur der Mundart keine signifikanten Veränderungen, äußere Faktoren haben aber zur Erosion des Dialekts beigetragen. Die typische Mundart sprechen seither noch weniger Menschen als damals, doch unter Einwirkung der gesellschaftlichen Veränderungen und der Entwicklung der Nachrichtenvermittlung verengten sich der Wirkungsbereich und der Gebrauch der Mundart noch weiter. Die Aufnahmen und die Arbeit hielten einen damals aktuellen Zustand fest, der nun überholt ist. Darin besteht ihr Wert, denn jedes Lagebild einer Mundart hat Quellenwert. Der Prozess des Rückgangs der Mundarten ist nicht zum Stillstand gekommen, so wird das in den Aufnahmen festgehaltene sprachliche Material immer wertvoller. Der analytische Teil gibt eine kurze Zusammenfassung des Bildes in Hinsicht auf Phonetik, Morphologie und Wortlehre. Er situiert die Mundart im Mundarttyp der mittleren Theiß, genauer im Block der Mundarten von Sárrét. Zwei grundlegende Besonderheiten hebt er aus mehreren Perspektiven hervor. Erstens, das§ sie bis zum Ende des 20. Jahrhunderts die phonemische Opposition von e : ë bewahrt hat, zweitens die von der Gemeinsprache abweichenden Verhältnisse der langen Vokale. (Die in hoher Zungen vertikal läge artikulierten langen Vokale (í, ú, ü) weden mit deutlich stärkerem Nachdruck gesprochen als in der Gemeinsprache) Die geschriebene Version der Textaufnahmen ermöglicht Untersuchungen auf der Textebene (Strukturiertheit), das Manuskript darüber hinaus auch die Untersuchung von Artikulation und Pausenverwendung. Von letzerem müssen wir aber aus drucktechnischen Gründen Abstand nehmen. 202