Módy György – Kállai Irén szerk.: Bihari Múzeum Évkönyve 8-9. (Berettyóújfalu, 2001)

NÉPRAJZ - VOLKSKUNDE - Die Entwicklung und Riickentwicklung der Trauben- und Weinkultur von Monostorpályi

László Bondár DIE ENTWICKLUNG UND RÜCKENTWICKLUNG DER TRAUBEN- UND WEINKULTUR VON MONOSTORPÁLYI R. Fényes erwähnt 1839 beträchtliche Weingärten im Weichbild des Dorfes, die er 1851 noch einmal nennt. Nach 1920 wurde die Gemeinde zur Weingegend der Tiefebene und innerhalb deren zu der der Nyírség gezählt. In der Weinwirtschaft des Dorfes waren bis zur Kollektivierung der Landwirtschaft kleinbetriebliche, individuelle Interessen bezeichnend. Der Weinbau auf Sandboden nahm nach dem Auftreten der Phylloxera einen Aufschwung. Ende des 19. Jahrhunderts stellen die Weingebiete einen großen Wert dar, da auf den billig zu erwerbenden Gründen mit magerem Sandboden der Anbau viel billiger war als das Pfropfen auf dem bindigen Boden der historischen Weingebiete. 1895 wurde auf 49 Katastraljoch, 1935 schon auf 59 Wein angebaut. Zwischen den beiden Weltkriegen litt während der aufgezwungenen, den Weinbau einschränkenden bzw. verbietenden Periode nicht nur die Verjüngung, sondern in vielen Fällen sogar das Nachsetzen Mangel. Nach der Erhebung von 1948 bauten 256 Winzer auf 137 Katastraljoch Wein an. In den 50-er Jahren wurde das Ablieferungssystem eingeführt, das die Winzer ungünstig betraf. 1957 wurde die Zwangsablieferung abgeschafft und günstigere Bedingungen für den Absatz der Produktion traten in den Vordergrund. Bis zu den 60-er Jahren betrafen historisch-wirtschaftliche Prozesse die Entwicklung der Besitzverhältnisse im Weinbau auf unterschiedliche Weise: - die Zerstückelung der Weingebiete überstieg das für die gesamte Landwirtschaft charakteristische Maß - die Kapitalisierung betraf den Weinbau nicht so wie den Ackerbau - dominant war der Kleinbetrieb - die Kollektivierung zwischen 1949 und 1953 veränderte den kleinbetrieblichen Charakter des Weinbaus nicht - die unterschiedliche Bewirtschaftungsweise, Sortenzusammensetzung etc. schufen die Bedingungen für großbetriebliche Wirtschaft nicht - der Großteil der Anbaugebiete verblieb in gartenbaulicher Bewirtschaftung durch die Mitglieder Als Ergebnis des gartenbaulichen und gemeinschaftlichen Anbaus betrug das Weingebiet 1966 349 Katastraljoch. Ende der 70-er und in der ersten Hälfte der 80-er Jahre kam eine in der Geschichte des Dorfes nie dagewesene Weinbauwelle in Gang. 19

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