Módy György szerk.: Bihari Múzeum Évkönyve 6-7. (Berettyóújfalu, 1991)

TÖRTÉNELEM — GESCHICHTE - Bevölkerungsentwicklung der Dorfgemeinden Darvas, Furta, Vekerd und Zsáka im Komitat Hajdú-Bihar vom XVIII. Jahrhunderts bis zu unserer Zeit

Zoltán Kovát* BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG DER DORFGEMEINDEN DARVAS, FÚRTA, VEKERD UND ZSÁKA IM KOMITAT HAJDÓ-BIHAR VOM XVIII. JAHRHUNDERT BIS ZU UNSERER ZEIT György Módy hat über die Geschichte der sich in der Nähe der rumänischen Greaae befindenden Gemeinden und ihrer Umgebung von der ältesten Zeit bis sum Inde des XVII. Jahrhunderts einen Oberblick geboten. Er ist im „Jahrbuch des Bèhari-Museums INT erschienen. Bei der Erschliessung der weiteren Geschichte der wier Gemeinden wurden vor allem die demographischen Verhältnisse beachtet Die OUederung der Abhandlung, sowie der Kreis der sich ergebenden Fragen wurden durch die verfügbaren Quellen bestimmt. In der ersten Hälfte des XVIII. Jahrhunder t s konnte man ausschliesslich aus den Steuerkonskiptlonen auf die Grösse, ethnische Zusammensetzung und Entwicklung der Population folgern. Seit 4m 90-er Jahren des XVIII. Jahrhunderts konnte man die demographischen Vor­ginge auf Grund der Angaben der Kirchenbücher viel eingehender untersuchen. Von dsn 20-er Jahren des XIX. Jahrhunderts an wird die Analyse sogar durch —HgsnBsslschs statistische Arbeiten unterstützt. Ober ganx genaue Angaben ver­ftkgsn wir seit der ersten, den modernen Maximen entsprechenden Volkszählung IM Jahre 1828. Die Population von Darvas hat — laut Steuerkonskriptionen — ungarische Fa­miliennamen. Nach und nach ziehen Rumänen in die Dorfgemeinde. Der statis­tischen Arbelt von Elek Fényes nach, die im Jahre 1898 erschienen ist, hat die Gemeinde Hl reformierte (Ungarn) und 575 orthodox-katholische Einwohner. — In Furta wohnen nur Ungarn, sie ge hören aber zwei verschiedenen Kirchen an. ISN wohnen hier 1918 Reformierte und M7 Katholiken. Die Katholiken sind hier im XVIII. Jahrhundert sosshaft geworden. — Vekerd ist eine während des XVIII. Jahrhunderts (ab 1728) besiedelte Dorfgemeinde. Ludovicus Nag y gibt in seiner statistischer Arbelt (182t) 221 orthodox-katholische und 5 israelitische Einwohner an. — Die Besiedlung von Zsáka ist vom Mittelalter an gut doKÜfaeritiert In den Steuerkonskriptionen kommen nur Einwohner mit ungarischen Familiennamen vor. IM gibt die Arbeit von Ludovicus Nagy 1188 reformierte und 540 orthodox-katho­lische (rumänische) Einwohner an. Um den Bevölkerungsvorgang zu zeigen, wurden die Tauf- und Sterbea ng abe n aus den Kirchenbüchern gesammelt Die Anzahl der Geburte — 1000 Einwohner gerechnet — schwankt zwischen 40 und 45, die Anzahl der Sterbefällo jährlich zwi­schen M und 40. Es scheint so, als wenn die Sterblichkeitsverhältnisse in der ersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts ungünstiger wären, als sie in der zweiten Hälfte dea XVIII. Jahrhunderts gewesen waren. Unsere Sterblichkeitsregistrierung Ist nur allmählich präzis geworden. Die natürliche Vermehrung betägt jährlich — 1000 Einwohner gerechnet — jedenfalls weniger als 5 Personen. Von der Volkszählung im Jahre 1870 an Ist eine langsame Besserung der Mor­talitätsverhältnisse in den vier Gemeinden nachzuweisen, zu derselben Zelt beginnt aber auch die Geburtenbeschränkung. Zuerst ist sie in Furta erweisbar. Von dem ersten Jahrsehnt des XX. Jahrhunderts ab beginnt eine Abwanderung aus den Dörfern, die nur von geringem Masse ist Sie steht mit dem Kapitalisationsprozess im Zusammenhang. Sie setzt sich in den 20-er, 30-er und 40-er Jahren fort wozu die Verbreitung der Geburtenbeschränkung hinkommt Die gewaltsame Verge­nossenschaftlichung, das Herabdrücken des Lebensstandards des Bauerntums regte die Dorfbevölkerung an tau fliehen. Die Anzahl und die Proportion der Abwan­dernden verdoppelt sich in den 50-er und 80-er Jahren des XX. Jahrhunderts. Die Bevölkerung der vier Gemeinden war um 7400 in den 90-er Jahren, davon sind 1888 Personen weggezogen. Dieser Prozess wird in den 70-er und 80-er Jahren langsamer, aber er dauert tauch weiterhin an. In den vier Gemeinden lebten zur Zelt der Volkszählung von 1848 7715 Personen, diese Population vermindert sich bis 1888 auf 4808 Personen. Auf Grund der Geburts- und Sterbeproportionen kann man den Trend ausre­chnen. (Aus den Geburtverhältnissen von 1870 an hat man mit Hilfe einer Expo­. nentialfunktion, aus den Sterbeverhältnissen von 1974 an mit Hilfe einer Linear­funktion den Trend gerechnet) Auf Grund der bisherigen Tendenzen zeigt das Computerergebnis, dass die Bevölkerung der vier Gemeinden bis 2000 auf 5900, bis 1818 auf 8400, bis 2080 auf 1200 Personen vermindern wird. Die Erschliessung dieses Problem! soll sur Aufhaltung der Verminderungstendens dienen. 157

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