Héthy Zoltán szerk.: Bihari Múzeum Évkönyve 1. (Berettyóújfalu, 1976)

NÉPRAJZ - VOLKSKUNDE - Die Ortsnamen von Berekböszörmény

László Jakab DIE ORTSNAMEN VON BEREKBÖSZÖRMÉNY Berekböszörmény ist eine autonome Gemeinde im Landkreis Berettyóújfalu am Rande des Sárrét. Ihre Bevölkerung ist reinungarisch, die Einwohnerzahl war im Frühling 1973 2753 Menschen. Die Gemeindeflur beträgt 4284 Hektare. Dieses Gebiet bewirtschaften zwei Produktionsgenossenschaften. Das Gebiet des heutigen Berekböszörmény war schon in der Urzeit bewohnt. In der Umgebung von Kor hány domb (Korhányhügel) lebten Menschen 5-6 tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung. In dieser waldigen, sumpfigen Landschaft siedelten sich auch die Nomaden gern an. Im Jahre 1965 wurde in der Dorfflur das Grabmal eines sarmatischen Mädchens zum Vorschein gebracht. Auf dem Gebiet des heutigen Berekböszörmény standen zwei Dörfer, Berek und Bö­szörmény im Mittelalter. Böszörmény war die ältere Siedlung, sie wurde auf die Verord­nung des Königs Kálmán von mohamedanischen Kalizen gegründet, die sich bis zum 13. Jahrhundert in das Ungarntum verschmolzen haben. Das Dorf wurde nach diesen Einwoh­nern benannt. Böszörmény ist Anfang des 15. Jahrhunderts Marktflecken. Die zwei Dörfer wurden ende des Mittelalters vereinigt. In der Gemeindeflur bestanden noch mehrere Siedlungen, die aber untergangen waren. Solche waren z. B. Méhes, und voraussetzlich der bewohnte Platz Besenyő. In der Nähe des Dorfes war eine Siedlung namens Verneld, derer Name in der Grenzteiltenennung Vernyike fortlebt. Die mittelalterlichen Benennun­gen, Kisböszörmény und Nagyböszörmény weisen auch auf zwei Sondersiedlungen hin. Die Bezeichnungen des Weichbildes und der Flur von Berekböszörmény sammelten wir 1973 zusammen. Neben den mündlichen Angaben haben wir die am Gemeinderat befindlichen Benennungen der Übersichtskarte, weiterhin die in der Auflage „Handschrifts­karten von Hajdú-Bihar" veröffentlichten Kartenangaben in Betracht genommen. "319

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