Héthy Zoltán szerk.: Bihari Múzeum Évkönyve 1. (Berettyóújfalu, 1976)

RÉGÉSZÉT, ÓKORTUDOMÁNY - ARCHEOLOGIE, ALTERTUMSWISSENSCHAFT - Die archeologische Forschung und die Wiederhertellung bei der Kirchenruinen von Herpály (1972-1975)

Im Sommer 1959 haben sich die kunstdenkmäler liebenden Arbeiter des Bauindustrien­unternehmens des Komitatsrates Hajdu-Bihar zur Rettung des schon beinahe zum völligen Untergang verurteilten Csonkatorony vereinigt. Die Restaurirung begrenzte sich nur zur Wiederherstellung der Erscheinungsform des Csonkatorony vor den Kriegsjahren. Das dritte Kapitel der Studie beschreibt ausfürlich die archeologischen Forschungen und die Wiederherstellung des Sconkatorny zu einem Kunstdenkmal in den Jahren 1972-75. Schon in dem ersten Jahr wurden das Hauptchor, das nördliche Nebenchor, der süd­westliche Bogenpfeiler und die Grundstücke des Nordturmes zum Vorschein gebracht. Diese wurden nach der Aufmessung und der Photographierung zugeworfen. 1973 wurden der Rest des Nordturms, die südwestlichen, sowie die nordwestlichen und nordöstlichen Bogenpfeiler, das aufrecht geschlossene Hauptchor, das südliche Nebenchor und die Reste der dazu von Süden anschliessenden Sakristei-Kapelle und des Hauptaltargrundes völlig aufgedeckt. Das westliche Bogenpfeilerpaar war unten achteckig, oben kresförmig, das nordöstliche wurde aber auf Steingrund mit bogigen Profilziegeln ausgestattet und das wat ehemals vierbogenrund. Der Aufdeckung folgte die Aufmauerung der Ingangsetzung der Choren und der daran anschliessenden Schiffmauer, sowie die der Reste der Sakristei­Kapelle und des Hauptaltars. 1974 hat man die endgültige Ausbrechung des nördlichen Turmrests, die Aufdeckung der Schiffmauer, die zur Wiederherstellung benötigten For­schung in den Linie der südlichen und nördlichen Bogen vollgebracht. Unter der nördli­chen Pfeilerreihe, beziehungsweise an die südliche Pfeilerreihe anschliessend hat man den Rest einer Ziegelmauer von der Breite 110 cm gefunden. Auf die Funktion dieser kann man keine gebaue Antwort geben. Es kann möglich sein, dass sie zur Fundierung der Pfeiler gebaut wurde. In diesem Falle war die Absteckung an ded südlichen Seite falsch, aber diese Grundmauer hätten auch zu einem früheren Bauwerk gehören können. Nach der Aufdeckung der südlichen Schiffsmauer hat uns die Zusammenstimmung der früheren Aufmauerungen und der von uns errichteten Arbeit viele Sorgen bereitet, da die Wider­herrstellung richtete sich früher nicht in jedem Falle nach dem ursprünglichen Zustand. In dem zur Sakristei-Kapelle näher fallenden Abschnitt der südlichen Schiffmauer hat man den geringen Rest eines Tores aufgedeckt. Im Laufe der Wiederherrstellungsarbeiten im Jahre 1974 wurden die Resten des Nordturmes, der Hauptmauer, sowie die der nordwest­lichen, nordöstlichen und südwestlichen Pfeiler aufgemauert und man hat den erwähnten Südeingang schaubar gemacht. Anschliessend an die ausserhalb der Kirche durchgeführten Terrainregelung hat man auch Forschungen unternommen. Unter den Stützpfeilern der Türme hat man eine sich nach Westen erstreckende Fundierung gefunden. In den vier Profilen, die von diesen westlich qegraben wurden, wurde man auf Eingrabungen und auf aufgewühlten Grabenreste aufmerksam. Aufgewühlten Grabenreste sich auch ein Bisschen östlich von dem Nordturm zum Vorschein gekommen. In dem an der südöstlichen Ecke des Südturmes gegrabenen Profil wurde der Rest einer sich nach Süden hinziehenden Mauer aufgedeckt. In dem südlichen Teil dieses Profils hat man die Fortsetzung dieses Mauerrestes nicht gefunden, statt dessen hat man ein ost-westlich gelegenes, aus ausge­wühltem Ziegel gemuaertes Grab aufgedeckt. Im Jahre 1975 hat man eine kleinere, erset­zende Mauerung gemacht. Auf dem oberen Horizont der nördlichen Seite des Turmes hat man die 1959 ausgestatteten, aber laut der bauhistorischen Forschung nicht begründeten „Kazetten" eingemauert. Mit einer kleineren Aufmauerung hat man die ersten zwie Glieder ^ der südlichen Pfeilerreihe und den nördlichen, mittleren Pfeiler schaustellbar gemacht. Das vierte Kapitel der Studie stellt im Laufe der Wertung der Kirchenreste von Her­pály fest, dass sie die Reste einer Klosterkirche seien. Das bezeugen die Ausmasse, die Crundrissform, die sorgfältige, gute Mauerung und das reprezentative westliche Turmpaar. Dieses letzte und in erster Linie der Grundriss der Chore setzt die Bauzeit der Kirche spä­testens in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts. Aufgrund der heimatlichen Paralellen kommen in Beziehung mit der Architektenlösung der Kirche von Herpäly in erster Linie die Benedikter und die Prämonstratenser in Rechnung. 103

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