Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)
Bíró Szilvia: Fogadó a határon
Münzen Einen wichtigen Faktor bei der römerzeitlichen Datierung stellen die Münzen dar. Mit ihrer Hilfe läßt sich die Geschichte des Gebiets in groben Zügen aufzeichnen. Bei dieser Ausgrabung kamen jedoch relativ wenige zum Vorschein: insgesamt 14 Stück. Dazu kommen noch die Münzen, die noch vor der Freilegung als Oberflächenfunde ins Museum gekommen waren. Die Münzen, die in der Herrschaftszeit von Kaiser Nerva Ende der 90-er Jahre geprägt worden waren, datieren wahrscheinlich die Holzperiode. Mehrere Münzen stammen aus der ersten Hälfte - Mitte des 2. Jh.s, aus der Zeit von Hadrianus und Antoninus Pius, ebenfalls mehrere aus der 2. Hälfte des 2. Jh.s, aus der Zeit der Herrschaft von Marcus Aurelius. Es kamen nicht nur mit dem Porträt des Kaisers geschmückte Münzen hervor (von denen ein sehr schönes, fast noch prägeglattes Exemplar seitdem zu einem Symbol jener Grabung geworden ist), sondern auch solche mit dem seiner Frau Faustina Minor und seiner Tochter Lucilla. Die Münzen des Elagabalus und Alexander Severus aus der ersten Hälfte des 3. Jh.s kennen wir aus der Forschung mit Metallsuchgerät, sie signalisieren jedenfalls die Nutzung des Gebiets bis in die 230-er Jahre nach Chr. Aus dem 4. Jh. kennen wir nur ein-zwei Münzen. Die weitere Nutzung der Limesstraße und die langsame Auffüllung des Einfriedungsgrabens auf natürliche Weise wird dadurch bewiesen, dass die einzige bei der Grabung gefundene, spätrömische Münze aus dem Abschnitt des Einfriedungsgrabens, der sich neben der Limesstraße befindet, aus dessen oberer Auffüllungsschicht zum Vorschein kam. Bronze- und Eisengegenstände Bei der Grabung fanden wir auch sonstige Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens. Wir fanden mehrere Fibeln (Nadeln zum Zusammenhalten der Kleider), bzw. deren Fragmente. Sie sind in 3 Gruppen zu gleidern: Sog. kräftig profilierte Fibeln waren ab dem 1. Jh. sehr populär, bis zum 3. Jh.s einer der verbreitetsten Typen; die Trompetenfibel bekam ihren Namen nach ihrem sich trompetenhaft verbreiternden Bügel; bzw. die sog. Kniefibel, die im 2—3. Jh. häufiges Zubehör der militärischen Tracht war. 37