Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)

Bíró Szilvia: Fogadó a határon

Der Graben der Limesstraße wurde wahrscheinlich nach dem Verlassen des Gebäudes errichtet bzw. erneuert, weil auf dem Abschnitt, auf dem der Verbindungsweg zum Gebäude von der Limesstraße abzweigen müsste, ist die Limesstraße selbst überall durch einen Graben von 1,3 m Tiefe markiert. Die Straße wurde auch nach dem Verlassen, also nach der Liquidierung des Gebäudes benutzt, darauf verweist auch die kleine, in der Nähe der Straße gefundene Bronze­münze aus dem 4. Jh. Es ist aber sicher, dass in der Zeit der Gebäude­nutzung der Wasserableitungsgraben des Limes mit dem Einfriedungs­graben des Gebäudes verbunden war. Ebenfalls 2007 gelang die Identifizierung eines weiteren Abschnitts der Limes­straße: Es gelang auf der Verlaufslinie der zum Hafen von Gönyű führenden Industriebahnschienen, neben der Straße Nr. 1, bei Győrszentiván—Károlyháza einen mehr als 100 m langen Abschnitt den einstigen Wasserableitungsgraben frei zu legen. Da das Gebiet auch im Mittelalter in intensivem Gebrauch war, ist es leider an keiner Stelle gelungen, die zum Graben gehörige Straße zu dokumentieren. Eine kleine Silberfibel aber verwies auf die Benutzung des Gebiets zur Römerzeit. Fundmaterial Das Alter und die verschiedenen Bau- und Nutzungsperioden des Gebäudes lassen sich aufgrund des Alters der gefundenen Gegen­stände bestimmen. Das Auftauchen eines am Fuße einer Mauer vergrabenen Tonbecher löste Freude aus. Er wurde wahrscheinlich in der Bauzeit des Gebäudes versteckt, evt. als eine Art Opfer. Der kleine graue Becher war in eine mit Urnen­scherben ausgelegte Grube placiert. Der Becher war leider leer, keine Münze, und so konnten wir ihn nicht zur genauen Datierung benutzen. 35

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