Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)
Bíró Szilvia: Fogadó a határon
Die Limesstraße Auf diesem Abschnitt war der Verlauf der Limesstraße früher nicht bekannt. Die frühere Forschung vermutete die Verlaufslinie unter der Hauptstraße Nr, 1, und zwar wurde aufgrund einer Luftaufnahme der Standpunkt eines ehemaligen Wachturms auf dem Ortsgebiet von Gönyű vermutet, und dieser Punkt wurde mit der 1975 freigelegten Grabungsstelle Gönyű—Proletár verbunden, die Verbindungslinie war der vermutete Straßenverlauf. Konkrete Angaben hierzu hatten wir aber nicht. Im Jahre 2007 entstand ein Luftbild, auf dem man auf dem Nachbargrundstück eine wunderschöne gerade Pflanzenreihe wahrnehmen konnte, die evt. als Graben identifiziert werden könnte. Wenn man sich diese Pflanzenlinie verlängert vorstellt, dann zog sie sich neben der Südseite des Freilegungsgebiets entlang, so rissen wir die heutige Asphaltstraße hier auf und fanden in Kürze den Graben, den wir als den nördlichen Wasserableiungskanal der Limesstraße identifizierten. Aufgrund der Luftbildaufnahme, auf der nur eine Linie zu sehen war, wurde die Straße auf der Südseite nicht von einem Graben gesäumt. Auch von der Kiesschicht der Limesstraße selbst konnten wir eine kleinere Fläche freilegen, jedoch liegt der große Teil der römischen Straße auch heute noch unter der heutigen Asphaltstraße. Der „Verbindungsweg” zwischen dem römischen Gebäude und der Limesstraße konnte nicht völlig freigelegt werden. 33