Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)
Bíró Szilvia: Fogadó a határon
Im zweiten Brunnen (KE 57) haben wir fast das ganze Holzfass gefunden: Es stand 80 cm hoch in ursprünglicher Lage und befand sich in außerordentlich gutem Zustand. Überraschenderweise konnte man das Fass schon oberhalb des Grundwasserspiegels „greifen”. Die Reifen für die Fassdauben waren aus Weidenruten gefertigt, indem man die Ruten auf das Fass gebogen und die Enden mit Bast zusammen gebunden hatte. Aus diesem Brunnen gibt es kein Fundmaterial. Unter Berücksichtigung der dendrochronologischen Untersuchungsergebnisse - siehe unten, bzw. die Studie von András Grynaeus — ist anzunehmen, dass der Brunnen vor dem Verlassen des Gebädes nur kurze Zeit in Gebrauch war. Der dritte Brunnen befand sich nordösdich vom Gebäude, daraus gibt es weder Funde noch Holzverschalung, so ist zu bezweifeln, ob er überhaupt auch benutzt bzw. sein Bau beendet wurde. Die Brunnen waren durch kleinere Wasserableitungsgräben mit dem großen Einfriedungsgraben verbunden. Hundegrab Außerhalb des Einfriedungsgrabens, zwischen den obigen beiden Brunnen entdeckten wir ein mit tegula abgedecktes Hundegrab. Der kleine Hund muss ein Lieblingstier gewesen sein, da er nicht nur einfach ins Erdreich vergraben, sondern mit Ziegeln bedeckt, also bestattet worden war. 31