Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)
Bíró Szilvia: Fogadó a határon
Auf die Funktion der 4 X 4 m großen Räume können wir mit einer Ausnahme nur schwerlich schließen. Im Raum rechts vom Eingang fanden wir nähmlich den Backofen in der südösdichen Ecke fast unbeschädigt. Die Hauptmauer war auch hier völlig abgetragen, dem war auch die Ofenecke zum Opfer gefallen. In den zweigegliederten Feuerraum des Ofens führte ein kleinerer Feuerkanal aus tegulae, dessen Decke eingestürzt ist, aber an der Seite ist die Verschmierung (rötlich gebrannt) am ursprünglichen Platze erhalten geblieben. Aus diesem Raum und aus seiner umliegenden Umgebung kam im Laufe der Freilegung der bedeutende Teil des Keramikmaterials zum Vorschein, darunter zahlreiche solche Gefäße, deren Gebrauch nur in Küchen verbreitet war. Es muss sich bei diesem Raum also um die Küche handeln. Der benachbarte Raum kann vermutlich Speicher oder Speisezimmer gewesen sein. Über die Funktion der Räume gegenüber dem Tor haben wir keine Angaben, vermutlich waren es Wohn- und Schlafräume. Den hinteren Teil bildete ein geschlossener Hof. Die größere Fläche war von der (den) das Dach stützenden Pfostenreihe(n) gegliedert. Über seine Funktion können wir im jetzigen Stadium der Aufarbeitung der Grabungsergebnisse noch keine Auskunft geben. Es gibt zwei Vorstellungen: entweder Stall oder dort eingerichtete Schlafgelegenheiten. Der Hof war mehrmals umgebaut worden, ln der Steinperiode (Fundamentierung) wurden im Osten und Westen des Hofs in nord—südlicher Richtung Bauten mit Lehmfundament errichtet, von der Hauptmauer etwa einen Meter entfernt. Ihre Höhe ist nicht bekannt, aber wir meinen nicht, dass es sich um Trennwände handelte, sondern eher um das Fundament eines einfacheren Baus. 27