Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)
Gabler Dénes: Római csatellum Ács-Vaspusztán
Einigen Meinungen zufolge könnte um 396—97 ein Teil der Markomannen Fritigils in der Umgebung gesiedelt haben, unter Leitung seines Anführers mit Rang eines Tribunen. Der Ansicht von T. Nagy zufolge kann der in Notitia Dignitatum erwähnte tribunus gentis Marcomannorum vom Kastell Vaspuszta aus den Teil der angesiedelten Völkerschaft geführt haben. Die Aufgabe dieser Volksgruppe könnte der Schutz des limes gewesen sein. Es ist möglich, dass sich eine Gruppe der gens Marcomannorum schon vor 396 angesiedelt hat. Die spätesten Siedlungserscheinungen im Kastell Vaspuszta waren auf dem Gebiet der principia zu beobachten, wo im regelmäßigen Abstand voneinander Speichergruben aufgereiht waren, in ihrer Einfüllung haben wir eingeglättete Keramik und gestempelte Ziegel aus der valentinianische Zeit gefunden. Die Speichergruben lassen darauf schließen, dass das ehemalige Kommandantsgebäude seine Funktion schon verloren hatte, die auf dem Gebiet des Lagers angesiedelten Bewohner (Markomannen?) nutzten aber noch einige Gebäude des castellum^ im Schutze der Mauern. Die Speichergruben zugeschütten aber völlig erst im 13. Jh. Im 13—15. Jh. erwähnen die Urkunden zwischen den Ruinen der Festung den Besitz namens „Vas” der königlichen Fährleute. Auf dem Gebiet von principia und porta principalis sinistra kam mittelalterliche Keramik in großer Menge zum Vorschein. Der Südturm des Tors könnte noch bis Ende 15. Jh. bewohnt gewesen sein. Das Kastell Ad Status war nach der Zweiteilung der Provinz in der traianische Zeit Teil von Pannonia Superior, und nach der Grenzveränderung von 214 gehörte es auch zu Oberpannonien, danach, auf die Umorganisation in der Zeit der Tetrarchie auch zu Pannonia I. Dies ist damit zu belegen, dass unter den bei der Freilegung des Kastells gefundenen fast 200 gestempelten Ziegeln lediglich ein Stück die Ziegelstempel legio 1 Adiutrix aus Brigetio trug. Auf den gestempelten Ziegeln der anderen Legionen sind die Zeichen der in Carnuntum stationierten legio XV’ Apollinaris, der legio XIV Gemina bzw. der legio X Gemina von Vindobona zu sehen. Die meisten der gestempelten Ziegel der X Gemina kamen im südöstlichen fächerförmigen Eckturm zum Vorschein, auf dem Niveau des im Jahre 355 versteckten Münzhortes. Das beweist, dass die Garnison des Kastells noch Mitte des 4. Jh.s unter der Legionskommandant Carnuntum stand. Die Grenze zwischen den beiden Provinzen (Pannonia Superior und Inferior) muss sich demzufolge östlich von Ad Statuas, und westlich von Ad Mures befunden haben. 141