Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)
Gabler Dénes: Római csatellum Ács-Vaspusztán
Umbau war auch an der principia feststellbar, der Nordteil war durch eine neuere, dickere Mauer verstärkt wurde, weiterhin wurde der Hof reduziert. Im Laufe des Umbaus versuchte man die von der des Kastells abweichende Achse des Baukomplex mit der Orientierung des Kastells in Einklang zu bringen. Die Fundamenttiefe und -dicke der bei dem Umbau errichteten Mauern wich ebenfalls von den früheren ab. Im 4. Jh. kam es auch im Südteil des Kastells, in der retentura zu einer Umbau. Unter dem Terrazzoboden eines der Gebäude kam die 295 geprägte follis des Constantinus Chlorus zum Vorschein. Bedeutende Veränderung im Leben der Festung dürfte der Einbruch von Quaden und Sarmaten (355/357) gebracht haben, den weder die Garnison der Limeskastell noch anfangs das Bewegungsheer Zurückschlagen konnten, nachdem ein Teil der Streitkraft zu der Zeit in Gallien war. Im Laufe der Barbareneinbrüche wurden zahlreiche zu den I .imcskastelln gehörende Zivilsiedlungen zerstört und entvölkert. Nach den Barbareneinbrüchen in der Zeit von Constantius II. wurde auf dem Gebiet der verlassenen vicus bestattet. (Zu beobachten im nahen Arrabona, wo die aus den Siedlungsschichten zum Vorschein gekommene, jüngste Münze zwischen 351 und 354 geprägt wurde, während spätere Münzen schon aus den darauf folgenden Bestattungen). Im Innern des Kastells Vaspuszta wurde noch Mitte des 4. Jh.s gebaut, in dessen Südteil. Die aufgehenden Mauern sind wohl mit wenig Bindemittel aus Lehm errichtet worden. Auch die Orientierung weicht von der der anderen Gebäude des Kastells ab. Aufgrund der zwischen 351 und 354 geprägten Constantius II-Münze können wir den Bau auf die Zeit Valentinianus oder noch später datieren. In Pannonien sind auch anderswo ähnliche, im Groben gesehen auch zeitgleiche Bauten zum Vorschein gekommen. Relativ viele wurden im Legionslager Carnuntum beobachtet. Auf Umbau in der Zeit Valentinianus deuten die in der Umgebung von principia gefundenen gestempelten Ziegel Ursicinus dux und Quadriburgium. In der Notitia dignitatum occ. wird Ad Status nicht erwähnt, obwohl in der Zeit ihrer Zusammenstellung noch nach 398 im Lager das Leben im Gange war, betrachtet man die Valentinianus- und Valens-Münzen, bzw. die spätrömischen gestempelten Ziegel. In diese Zeit können sogar die späten Umbauten im Bereich der principia datiert werden. 139