Bíró Szilvia - Molnár Attila: Fogadó a határon. Római kori útállomás Gönyün - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetője 4. (Győr, 2009)
Szőnyi Eszter: Római őrtorony Gönyű-Proletáron
Im Frühling 1975 führten wir in der Feldflur „Proletár-dűlő” bei Gönyű die Legalisierungsgrabung eines römerzeidichen burgus (Militärwachturm) durch. Die Fundstelle war durch frühere Geländebegehungen bekannt geworden. Gegebenheiten des Geländes: Die Nähe zur Donau und zu dem Bach Bakony, sowie die bis dahin noch nirgendwo freigelegte, doch in der Nähe vermutete Limesstraße, an der Oberfläche gefundene, mit Stempel versehene Ziegel, und die Ansteigung des kleinen Hügels ließen die Funktion vermuten. Die Fundstelle befindet sich am rechten Ufer der Donau, am Verlauf der römischen Reichsgrenze {limes). Wir haben vielerlei Kenntnisse über die Umgebung das Gebiet zwischen dem an der pannonischen west-östlichen Limesstrecke liegenden Győr {Arrabond) und Ács—Vaspuszta {Ad Statuas). Auf dem Gebiet beider Lager waren Grabungen durchgeführt worden. Das Lager der Reiterhilfstruppen {aid) von Arrabona war auf dem Territorium der mittelalterlichen und derzeitigen Innenstadt Gyors, deshalb sind die römerzeitliche Reste nur auf kleinen Flächen für die Forschung zugänglich. Aus den Grabungen geht auf jeden Fall hervor, dass es sich bei dem Lager um das früheste castellum der Limesstrecke handelt. Ursprünglich wurde es am nördlichsten Punkt einer Straße von Savam (Szombathely) — Murselia (Árpás) - Arrabona (Győr), an der Mündung der Rába in die Donau gebaut. Die Festung wurde zu einem der wichtigsten Kettenglieder am später ausgebauten Limesverlauf. 109 T