Bíró Szilvia et al.: A Vagongyár alatt - A vagongyár előtt. Római temető és középkori település a győri Árkád területén - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 2. (Győr, 2007)

Bíró Szilvia: Sírok és leletek. Római temető a Vagongyár területén

Urnengräber Im Gräberfeld wurden ingesamt drei Urnengräber erschlossen. In diesen Fällen streute man die vom Scheiterhaufen gesammelte Asche nicht ins Grab, sondern in eine Keramikurne. Die Gräben im Falle der Urnenbestattung sind bedeutend kleiner, weil hier nur für die Urne ein „Nest” gebuddelt wurde. Dementsprechend konnte in ihnen nur eine geringe Anzahl von Beigaben ausser der Asche gefunden werden: nichts ausser Mün­zen, kleineren Parfümfläschchen. Aus dem Grab Nr. 443 kam ein Aufhängebeschlag eines kleineren Kästchens ans Tageslicht: das einige Zentimeter grosse Kästchen dürfte wohl mittels eines Ringes aufgehängt worden sein. Im Falle eines anderen Urnengrabes war die, die Asche beinhaltende, Keramik mit flächeren Steinen ausgekeilt, oder die Höhle wurde mit denen umhüllt. Kleinkinder-Gräber Am reichsten waren diejenigen Kleinkinder-Gräber, welche etwa einen halben Meter tiefer in den gelben Sand eingegraben wurden. Alle sind Skelettgräber, sie wuden also nicht eingeäschert. Das Gros von ihnen überdauerte glücklicherweise die vergan­genen Jahrnunderte und die „Bauaktivitäten” späterer Epochen. Die schwachen Kinderknochen hingegen konnten leider den Witterungen der Zeit weniger trotzen, so konnten in vielen Fällen nur die Beigaben ans Tageslicht gefördert werden, das Skelett wurde vom sandigen Unterboden gänzlich absorbiert. Insgesamt wurden 11 solcher Gräber freigelegt. Die Gräber sind bestimmt gleichaltrig mit den Urnengräbern. In den römischen Gräberfeldern ist es oft zu beobachten, dass die Kleinkinder nicht einge­äschert, sondern mit Ske­lett in Särgen begraben wurden. Ungeachtet dieser Sitte ist anhand der antro­pologischen Analyse des Gräberfeldes festzustellen, dass eineige Kleinkinder gleichermassen als die Er­wachsenen verbrannt wur­den, das Ritual lässt sich also nicht eindeutig mit dem Alter verknüpfen. 53

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