Bíró Szilvia et al.: A Vagongyár alatt - A vagongyár előtt. Római temető és középkori település a győri Árkád területén - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 2. (Győr, 2007)

Kovács Lajos: A 110 éves Vagongyár. A Rába-gyár története 1896-tól napjainkig

Die Karosserie wurde in Buda­pest gebaut. Nach der gelungenen Testfahrt über 2000 km, bei der das Fahrzeug einen Durchschnitt von 26 km/h und eine Höchst­geschwindigkeit von 35 km/h erreichte, gab die Post fortlaufend Fahrzeuge in Auftrag. Einzelne Exemplare dieses Tvps, von wel­chem insgesamt 95 gefertigt wurden, waren nach absolvierten mehreren hunderttausend Kilo­metern auch drei Jahrzehnte später noch im Einsatz. Die ersten, in Győr produzierten Fahrgestelle für Personenautos wurde 1905 von Arnold Spitz, der bekannten Persönlichkeit der Wiener Autoszene in Auftrag gegeben - insgesamt 10 Stück. Mit den von ihm konzipierten und unter seiner Aufsicht produ­zierten Wagen gewann er noch im selben Jahr auch Autorennen. Die Weiterentwicklung der Autoherstellung beabsichtigte er, mit von den österreichischen Daimler-Werken erworbenen Lizenzen für Miet- und Lastautos zu lösen, jedoch verlor das Unter­nehmen den staatlichen Auftrag für Taxiautos, so dass dieser Kontakt 1911 abbrach. Die konjunkturellen Schwankungen der Bahnwaggon-Produktion versuchte das Unternehmen mit der Einführung anderer Produktionszweige neben der Straßen­­fahrzeugproduktion zu mindern. So lief zwischen den Jahren 1902 und 1906 die Produktion für Waggons der Schmalspurbahnen, für Kräne, Brücken und Eisen­­konstruktionen, Bahnweichen und Bahnaufbauten, sowie für Drahtseilbahnen an. Die Fachleute der Waggonfabrik beförderten am 19. August 1908 die Rábca-Brücke mit einem technischen Bravour, auf Schleppkähnen, über das neuen Flussbecken der Rábca. Was die Objekte betraf, so dominierten in den ersten Jahren noch die aus den Rinderställen umgebauten Werkstätten, bei den Produktionseinrichtungen jedoch war man darauf bedacht, die modernsten anzuschaffen. Einen bedeutenden Teil des Werkes nahmen das Holzgelände ein, sowie die Werkstätten für die Holzverarbeitung. Eine Schlüsselrolle spielte die Schmiede, für die 1906 nach Plänen von Gustave Eiffel eine moderne Halle errichtet wurde. Der Fabrikation von Waggons dienten des weiteren die Dreh- und Schlosserwerkstatt, die Montagehalle für die Fahrgestelle und für die Waggons. Die Herstellung der Kraftfahrzeuge wurde in der 3 000m" großen Habe nahe der Spirituosenfabrik untergebracht. Großangelegte Investitionen begannen 1907, als die Mehrheit der Aktien der Lederer-Brüder, die infolge der schweren Wirtschaftsjahre 1905-06 ihre Ambitionen verloren hatten, vom Wiener Bankverein erworben wurde. Das neue Management ging mit Elan an die Arbeit: zu dieser Zeit beantragte und bekam man von der Stadt das sich gegenüber dem Wasserturm erstreckende, 25145 Quadratklafter große Gelände, wo neue Hallen und Aushilfswerkstätten errichtet wurden. 139

Next

/
Thumbnails
Contents