Bíró Szilvia et al.: A Vagongyár alatt - A vagongyár előtt. Római temető és középkori település a győri Árkád területén - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 2. (Győr, 2007)

Tomka Gábor: Elvermelt leletek. Üvegedény és csontveretes ládika egy középkori gödörből

Auf dem darunter liegenden kleineren Beschlag ist eine abgeflachtere Abwand­lung des Federmotivs zu erkennen. Auf den vertikalen Kanten des Deckels laufen durch Schräglinien verbundene Punkte­kreise rund, den unteren Teil der Rahmen­platten neben den gegen die Deckplatte der abgestumpfen Pyramide laufenden Kanten schliesst ein eingeritztes Netz­muster, den oberen Teil der bereits er­wähnten mit horizontalen Linien be­reicherte doppelte Punktkreis ab. In den dreieckförmigen Knochenplatten des Deckels zieren jeweils 5 gerahmt plazierte, aus einem doppelten konzentrischen Bogen ausgehende Strahlen, welche oberhalb des Dreieckuntersatzes von je 2 ebenso konzentrischen Kreisen unterbochen werden. Anscheinend dürften die Kästchenbeschläge bei ihrer Vernichtung schon ein wenig lückenhaft gewesen sein, darauf weist hin, dass der obere Beschlag der Seitenplatte nicht gefunden werden konnte. Anhand des Zustandes der übrigen Knochenplatten ist es anzunehmen, dass dieser gar nicht auf die (vorläufig) letzte Ruhestätte des Kästchens gelangt ist. Es ist auch vorstellbar, dass mit dem partiellen oder völligen Fehlen von Beschlägen auf den Seitenplatten zu rechnen ist. Es sind vermoderte Holzüberreste bei der Freilegung des Kästchens gefunden worden, Spuren von Textilüberresten konnten nicht sichergestellt werden. Daher erscheint es als wahrscheinlich, dass das Kästchen unter den Knochenbeschlägen nicht mit Textil überzogen war und auch von der einstigen eventuellen Fütterung blieben keine Spuren übrig. Auf die Bemahlung der Knochenbeschläge weisen blasse Spuren hin: In den Sprössen der Feder-Blatt-Beschlägen der Seitenplatten konnte noch im Laufe der Erschliessung ein weisser staubartiger Stoff gefunden werden, in den Einkerbungen des Flechtbandes hingegen (in erster Linie auf der Vorderplatte) war eine rötliche Verfärbung auszumachen. Es ist daher anzunehmen, dass die eingeritzten De­korationen mit weissem, bzw. rotem Farbstoff ausgefüllt waren. Die Seitenplatten waren einst von Metallbeschlägen zusammengehalten, welche während der Jahrhunderte in einen gleichsam nicht mehr rekonst­ruierbaren Zustand gekommen sind. Diejenige, (in der Mitte jeder Kante je ein) wurden nach der Appüzierung und Dekorierung der Knochenbeschläge auf das Kästchen genietet. 105

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