Bíró Szilvia (szerk.): Rómaiak nyomában… Az elmúlt 15 év római koros ásatásai Győr-Moson-Sopron megyében - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 1. (Győr, 2006)

Gabrieli Gabriella: Sopronkőhida – Rómaiak a Fertő-tó vidékén

# Die Gegend des Neusiedlersees von mediterraner Stimmung war kraft ihrer natürlichen Gegebenheiten für die Ansiedlung ein sehr günstiger Platz. Die Römer errichteten hier mit Vorliebe Villasiedlungen von kleinerer oder grösserer Ausdehnung, die die Zentren der Grossgrundbesitze und der kleineren Wirtschaften waren. In den Villawirtschaften wurden Wohngebäuden ausgestaltet, die häufig mit allen Bequemlichkeiten — mit Bad, Heizung und inneren Verzierungen — ausgestattet waren, und zu denen verschiedene wirtschaftliche Gebäude gehörten. In den römischen Villen wurde eine landwirtschaftliche und gewerbliche Tätigkeit ausgeübt, sie hatten aber als Zentren des geistigen Lebens auch eine bedeutende Rolle. 2005 kamen die Überreste des Gräberfeldes so einer Villawirtschaft in Sopronkőhida zum Vorschein, im Abschnitt zwischen dem Gefängnis und dem Laden. Bei der Rettungsgrabung, die für die Kanalisierungsarbeiten vorgeschrieben war, kamen vier spätrömische Gräber ans Tageslicht. Das erste Grab war eine Grabkiste aus behautem Monolit eines - aufgrund ihres Ausmasses — Kindes, ihr Deckel fehlte, wie das Skelett auch. Da die weiteren Arbeiten der Kanalisierung keinen Schaden in der Steinkiste anrichten konnten, so beliessen wir sie an ihrer Stelle. 95

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