Bíró Szilvia (szerk.): Rómaiak nyomában… Az elmúlt 15 év római koros ásatásai Győr-Moson-Sopron megyében - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 1. (Győr, 2006)

Gabrieli Gabriella: Scarbantia – Római Municipium

Im Fundmaterial gibt es — wie wenig überraschend wird — viele Öllampen- und Räuchergefässfragmente. Keramik aus dem 1. Jahrhundert findet sich ebenfalls in grosser An­zahl. So kann das Heiligtum in die frühe Periode der Stadt datiert werden. Auch sein Standort, ausserhalb der Stadt­mauer des 4. Jahrhunderts, kann als ein entsprechender Hinweis auf die zeitlich Einordnung verstand werden. Fehlende Spuren des Wiederaufbaues nah der Zerstörung der Markomannenkriege lassen vermutet, dass das Heilig­tum danach nicht weiter genutzt wurde. Während der Ausgrabung wurden acht spätrömische Körperbe­stattungen freigelegt. Zur Zeit der Niederlegung der Toten standen die einzelnen Bauelemente - z. B. die Säulen­fundamente — des Gebäudes jedoch nicht mehr an ihren originalen Stellen. Der Zerstörungshorizont der Markomannenkriege des 2. Jahrhundert konnte bei den Ausgrabungen gut beobachtet werden. Unter Septimus Severus folgte dann der Wie­deraufbau. Die um 260 beginnenden feindlichen Angriffe veranliess die Einwohner von Scarbantia die Stadt umgebende Mauer an der Wende des 3-4. Jahrhunderts auf­zubauen. An der Stelle des nördlichen Stadttors, unter dem Feuerturm findet sich ein Durchgang heute noch. Am Anfang des 4. Jahrhunderts, unter Kaiser Constantin, setzte ein neuer wirtschaftlicher Aufschwung ein, der wegen den immer häufiger wer­denden Einfällen der Barbaren nicht lange andauerte. Am Anfang des 5. Jahrhunderts verliess ein Teil der christlichen Gemeinschaft die Stadt und flüchtete mit den heiligen Reliquien nach Italien. Am Ende der römischen Epoche, zur Zeit der frühen Völker­wanderungszeit ging das Stadtsleben — jedoch in einfacherem Rahmen — weiter. 61

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