Bíró Szilvia (szerk.): Rómaiak nyomában… Az elmúlt 15 év római koros ásatásai Győr-Moson-Sopron megyében - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 1. (Győr, 2006)
Aszt Ágnes: Ad Flexum és környéke – Ásatások és terepbejárások Moson megyében
Die wichtigste unter den römischen Militärstrassen in Pannonién ist die Limesstrasse entlang der Donau, die die Militärlager und die Wachstationen an den Grenzen der Provinz miteinander verband. Neben den vier Legionslagern taten die Hilfstruppen in kleineren Lagern Dienst. Diese Lagerkette kam zu Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. zustande. Zu dieser Zeit wurde das Lager Ad Flexum errichtet, und gestaltete sich auch die Zivilstadt um es auf dem Gebiet von heutigem Mosonmagyaróvár. Seine strategische Bedeutung schildert sein Name, am Knie: die Benennung deckt das Knie der Mosoner Donau oder der Leitha. Die genaue Lage des Militärlagers ist unbekannt. Unsere ersten Funde aus dem Gebiet der Zivilstadt {vicus) kamen ins Museum in 1885. In den Lehmgruben im Ziegelwerk Manninger wurde ausserordentlich reiches Fundmaterial, unzählige Terra Sigillaten, Öllampen und Gussforme, sowie ziemlich viele bronzene Gegenständegefunden. 2003 ergab sich die Möglichkeit, den östlichen Abschnitt der Frankel Strasse zu erforschen. Im 300 m langen, aber nur 80 cm breiten Graben konnten wir zwei, mit Kies bedeckte Gehfläche dokumentieren. Neben einigen runden, amorphen Gruben mit lehmwerkkörniger, lehmiger Erfüllung und dem Schutt eines Ofens mit Lehmbewurf war ein Gebäudenrest das bedeutendste Objekt der Ausgrabung. Das Gebäudendetail mit Steinfundament und Lehmziegelmauerist der erste bekannte Wohnbau von vicusAdFlexum. Im Grossteil kann das Fundmaterial auf die Wende des 2/3. Jahrhunderts datiert werden, aber unter den Münzen kommen Stücke auch vor, die unter Vespasian (69-79), bzw. unter Honorius (395-423) geprägt wurden. Der Gross teil der gefundenen Terra sigillaten wurde in der Mitte des 3. Jahhunderts im Rheingebiet verfertigt. Die früheren Ausgrabungen bewiesen, dass die Be- SmÉr^ völkerung dieses Gebiet von vicus im 4. Jahrhundert W^^^^i^^e^Bak. als G räberfeld benutzte, mehrere Körpergräber ka- B H H| m , men hier ans Tageslicht, für die Bestattungen wurden TM vielmals Stempelziegeln angewandt. 51