Bíró Szilvia (szerk.): Rómaiak nyomában… Az elmúlt 15 év római koros ásatásai Győr-Moson-Sopron megyében - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 1. (Győr, 2006)

Bíró Szilvia: Mursella – A kutatás új útjai

Das zwischen den Flüssen Raab und Marcal, in der Gemarkung der Ortschaft Árpás liegende Mursella ist eine der wenigen stadtartigen Siedlungen im römerzeitlichen Pannónia, die von den späteren Überbebauungen nicht berührt wurde, sodass ihr Gebiet für die Forschungen vollständig zur Verfügung steht. Nach den un­systematischen Forschungen am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts legte Endre Bíró in den fünfziger Jahren 150 römische Gräber frei. Dann in den Jahren 1975-1989 wurden Ausgrabungen unter der Leitung von Eszter Szőnyi auf dem Stadtgebiet durchgeführt. Die Arbeiten beschränkten sich auf einen kleinen Bereich von Mursella, doch bereicherten sie unsere Kenntnisse über die Geschichte der römischen Städte beträchtlich. Während der Ausgrabungen bestätigte sich, dass die Siedlung bereits von der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts an bestand. Ihr reichhaltiges Fundmaterial bezeugt eine intensive Töpfertätigkeit. Die Gebäuden mit Holzkonstruktion der unter Hadrian mit Stadtsrechten versehenen Siedlung (municipium) wurden vom 3. Jahrhundert an zum Teil von Steingebäuden abgelöst, die bis zum Ende des 4. Jahrhundertsgenutzt wurden. Nach der Beendung der Ausgrabungen ergab sich erst jüngst die Möglichkeit, die Stadt weiter zu erforschen. Aber auch in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten gelangte eine große Zahl an Funden, neben unzähligen Münzen, Fibeln und anderen Metallgegenständen sogar die mehr oder minder rekonstruierbaren Fragmente einer mannshochen Bronzestatue, ins Museum. Durch die Luftbilder erweiterten sich unsere Kenntnisse über sie Struktur der Stadt in den vergangenen Jahren wesentlich. Auf den Aufnahmen können die durch die Stadt laufende Strasse Savaria-Arrabona, die Grundrisse der an der Strasse stehenden Gebäuden und die früher angelegten Grabungsschnitte deutlich erkannt werden. Bei der südöstlich von der Stadt liegenden, etwa 150 x 150 m grossen, quadratischen Struktur kann es sich unserer Meinung nach um ein Militärlager handeln. 43

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