Bíró Szilvia (szerk.): Rómaiak nyomában… Az elmúlt 15 év római koros ásatásai Győr-Moson-Sopron megyében - A Győr-Moson-Sopron Megyei Múzeumok Kiállításvezetői 1. (Győr, 2006)
Bíró Szilvia, Szőnyi Eszter: Ménfőcsanak –Településrészletek
G Am Fusse des Hügels und weiter entfernt von den Häusern wurden etwa 42 Brunnen freigelegt. Bei einigen konnte die Holzkonstruktion sogar gerettet werden. Hier finden sich Brunnen mit Fasseinlage, Steinauslage und ebenfalls welche aus gezimmerten Balken auch. Aufgrund der zeitlichen Einordnung des sowohl seltene Importwaren, als auch einheimische, handgemachte Keramik beinhaltenden Fundmaterials war die Siedlung von der claudischen Zeit bis zum Ende des 3. Jahrhunderts bewohnt. Einige Jahre später, bei den Ausgrabungen im Vorfeld der Verlegung einer Gasleitung an der Spurlinie der Autobahn kamen weitere Häuser der Siedlung zum Vorschein. Im Jahre 2004 wurde eine Sondierung auf dem Sandhügel Széles földek, der südlich von dem oben erwähnten Gebiet liegt, durchgeführt. Auf dem mit Versuchsgraben erforschten Gebiet wurden überall römischen Siedlungsspuren überall gefunden. Die Mehrheit der Hütten gehörte zueinem Haustyp mit Gabel und ® Pfette, aber auch Häuser ohne Dachträgerpfosten kamen vor. Die Überreste 4 eines grossen, mehrräumigen Gebäudes, dessen Pfostenlöche nur erhalten blieben, kamen noch zum Vorschein. Im westlichen Teil des Areals wurden die abgetragenen Mauern eines Gebäudes mit Steinfundamentierung freigelegt. Die vielen Fresken- und Bewurffragmente in der Einfüllung der abgetragenen Mauern lassen auf die einstige prunkvolle Ausführung des Gebäudes schliessen. In der Nähe kam beim Abtragen des Humus ein fast unversehrter Weihealtar zum Vorschein. Bei der Ausgrabung wurde ein weiterer Altarstein in einem der nahegelegenen Brunnen gefunden. Während eine Nutzung der Grubenhäuser bisan das Ende des 2. Jahrhunderts belegt werden kann, ist das Fundmaterial in der Umgebung des Gebäudes mit Steinfundamentierung eher mit dem 3. Jahrhundert verbunden. Die Rettungs-grabung vor dem Bau der Autostrasse 83 berührte die sich an Széles földek von Süden anschliessende, schmale Spurlinie in den Jahren 1993-1994. Hier wurden die bereits bekannten Grubenhäuser freigelegt. Ihre Anordnung im Gruppen war gutzu beobachten. 1995 begann die Freilegung der grössten zusammenhängenden Fläche auf dem benachbarten Fundort 'Einkaufszentrum', wo sich die Möglichkeit ergab, die innere Struktur der bereits bekannten einheimischen Siedlungen genauer zu erforschen. Die Häuser standen in lockeren Gruppen und bildeten eher weilerartigeHofkomplexe, als eine Strassenstruktur. In den Brettern mehrerer hier und unter der Autostrasse 83 freigelegter Brunnen wurden eingebrannte Inschrifte gefunden, von denen viele mit der legio I adiutrix von Brigetio in Zusammenhang gebracht werden können. 37