Arrabona - Múzeumi közlemények 31-33. (Győr, 1994)

Gömör János–Márton Péter–Hertelendi Ede–Benkő Lázár: Sopron és Daurfalva (Drassburg) égett sándainak kormeghatározása fizikai módszerekkel

Die Altersbestimmung der gebrannten Ödenburger und Draßburger Schanzen mit physischen Methoden Im westlichen Grenzgebiet vom mittelalterlichen Ungarn liegen zwei rotgebrannte Erdschanzen 10 Kilometer von einander entfernt. Die eine liegt in Ödenburg (Ungarn) die andere in Draßburg (seit 1920 Österreich). (Abbildung Nr.I) Beide Festungen liegen an wichtiger Militärstraße. Diese Handelsstrae wird schon seit der Urzeit benutzt und sie wird auch in Itinerarien aus der Römerzeit als eine Straße zwischen Scarbantia und Vindobona angeführt. Die Straße erfüllte auch im früheren Mittelalter eine wichtige Rolle. Sie war beispiels­weise zu Beginn des XI. Jahrhunderts eine der wichtigsten Aufmarschstraenlinie der deutschen Kaiser bei ihren Angriffen gegen Ungarn. Im Jahre 1044 fiel Henrich III. mit seinen Heeren "per Supronum" ins Gebiet Ungarns ein. In beiden Schanzburgen gab es schon in den 1890-er Jahren mehrere Freilegungen. So läßt sich die Struktur der Schanzen rekonstruieren. In Ödenburg wurde durch die Erhö­hung der Festungsmauern des römischen Scarbantia eine 20 Meter breite und etwa 8 Me­ter hohe Erdschanze mit Holzgerüst gebaut; nach archäologischen Daten zu Beginn des XI. Jahrhunderts. Hier wurden paralell mehrere "Kasettenreihen" mit der Verwendung von unbehauenen Balken mit einer durchschnittlicher Länge von 1,5-2 Metern, und darauf wurden die römischen und die späteren Siedlungsabfälle von auerhalb der Stadt und das aus dem Burggraben ausgehobene Material getragen. Die Durchmesser der Ödenburgerr Schanzburg sind 250 und 404 Meter, dessen ganze Holz- und Erdmasse brannte während den Jahrhunderten XI-XII., stellenweise auf Temperaturen wie 700 und 900 C. (Abbildung Nr.3.) Im Burgenland ist die Draßburger (nach dem im Mittelalter benutzten ungarischen Na­me: Doroger) Schanze auf dem Taborac-Berg zu finden (Abbildung Nr. 10), ihre Durch­messer sind 140 und 160 Meter. In der Schanze ist nur eine einzige Kasettenreihe zu finden, dementsprechend brannte die Schanze nur in der Nähe der Holzbalken durch; da­gegen ist in der 5 Meter hohen Schanze im oberen Teil in einer Breite von 3 Metern eine rote Durchbrennung zu beobachten gewesen. Der Bau der Schanze wurde nach archäolo­gischer Grundlage mit dem Feldzug das Henrich III. im Jahre 1044 in Zusammenhang ge­bracht. Der Zweck der physischen Altersbestimmungen war, die Möglichkeiten derC14ar­cheomagnetischen und termolumiszenten Altersbestimmungen im Falle von gebrannten Schanzen auszuprobieren. Ferner wollten wir die Zietperiode zwischen dem Bau und der Ausbrennung der Schanze bestimmen, damit wollten wir zugleich auch auf die Frage Ant­wort geben, ob die Schanze gleich nach dem Bau ausgebrannt wurde, oder es handelt sich um eine absichtliche architektonische Ausbrennung, oder die Schanze bestand schon seit 74

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