Arrabona - Múzeumi közlemények 31-33. (Győr, 1994)
Kisbán Eszter: Egy XVI. századi hazai étlap értelmezéséhez
Zur Interpretation eines ungarischen Speisezettels aus dem 16. Jahrhundert (Speisepläne für soziale Mittelschichten auf einem Herrschaftsgut der Familie Nádasdyin 1553) Aus der frühen Neuzeit, es sind in Ungarn nur zwei Speisezettel überliefert, die über längere Perioden berichten. Beide verzeichnen wirklich stattgefundene Tagesmahlzeiten für je einen Monat, und nennen alle Gerichte der Mahlzeitenfolge. Im Falle der späteren Quelle (aus dem Haushalt des Grafen Thurzó, Januar 1603), die Datierung ist einwandfrei und die Quelle selbst berichtet darüber, für wen Tag für Tag gekocht wurde (Zahl der Gerichte für den Graf, für seine Gäste, für Bediensteten aus sozialen Mittelschichten, für die Gesinde). Die 1553 Quelle aus einem Gut des Freiherrn Nádasdy nennt weder den Ort noch das Jahr, nur aber den Monat Oktober. Wenn es in 1958 publiziert wurde, die Akte wurde zu dem Jahr 1550, und in der sozialen Representation dem Freiherrn selbst zugeschrieben. Die Autorin stellt beide Behauptungen in Frage und zeigt daß die Quelle sich auf das Jahr 1553 beziehen muß, und daß die Mahlzeitenberichte Speisenfolgen für Bediensteten aus sozialen Mittelschichten registrieren. Die Richtigstellung dieser Umstände ist von Belang weil sonst die wöchentliche Abstinenztage (Freitag, Samstag) irreführend ausfallen und auch die soziale Zuordnung der hier erstmals auftauchenden vielen neuen Nudelngerichten falsch eingeschätzt wird. Eszter Kisbán 170