Arrabona - Múzeumi közlemények 5. (Győr, 1963)

A. Uzsoki: Bronzezeitliches Gräberfeld in Gräberfeld in Mosonszentmiklós–Jánosházapuszta

• '•'•: \ Rettungsgraburg und es gelang uns 18 bronzezeitliche und ein römisches Grab 'freizulegen. Demnach wurden bei den vier Ausgrabungen insgesamt 75 bronzezeit­liche und 8 römerzeitliche Gräber freigelegt (Abb. 30.). In dem durch den Sandabbau gefährdeten Teil des Gräberfeldes gelang es uns einen Teil der Funde aus den ge­störten Gräbern zu bergen, die in unserer Abhadlung als Einzelfunde behandelt werden. Bestattungssitten Von den 75 Gräbern waren 38 Urnenbestattungen mit Leichenbrand, 22 Brand­bestattungen. In 21 Gräbern — es handelt sich vorwiegend um .gestörte Gräber — hatten wir keine Aschen gefunden. Doch waren die Gräber 39 und 40, die ebenfalls keine Aschen enthielten, ungestört, so daß der Gedanke an eine vollständige Einä­scherung nahe liegt. Auf Grund der bis auf den heutigen Tag freigelegten Gräber stehen die Urnenbestattungen im Verhältnis ztu den Brandbestattungen 3:2. Die Form der Grabgruben konnte wegen der Beschaffenheit des Bodens in den meisten Fällen kaum ermittelt werden. Einige sichere Beobachtungen aber — wie bei Grab 42 (Abb. 12, 13) — weisen darauf hin, daß es ovale Grabgruben waren. Nur einmal fanden wir eine viereckige, ablange Grabgrube (Abb. 24) mit abgerunde­ten Ecken. Auch im Urnengräberfeld von Patince —Pátpuszta, das der nordwest­ungarischen Gruppe angehört, konnte dies beobachtet werden. Der Querschnitt der Gräber zeigte eine Muldenform mit flachem Grund. 80 v. H. der Gräber enthiel­ten weniger als zehn Beigaben, während die restlichen 20 Prozent mehr als zehn Beigaben pro Grab lieferten. Grab 38 war mit insgesamt 35 Stück am reichsten ausgestattet. Da bei mehreren Gräbern eine Überschiohtung beobachtet werden konnte (Abb. 11), liegt der Gedanke nahe, daß die Grabstätten nicht mit einem dauerhaften Toten­mal gekennzeichnet wurden und man sich bei späteren Bestattungen wohl nicht mehr genau an die Stelle erinnerte. Die Urnen waren fast immer zugedeckt, ent­weder mit eigens hergestellten Deckeln oder mit Schalen, in die ein oder mehrere kleine Krüge gestellt wurden ( \bb. 4, 6, 10, 12, 18 u. 26). Keramik Die Keramikfunde sind zumeist nicht gut gebrannt und zerfallen leicht. Die unterschiedliche Farbe der Gefäße ist jeweils durch die Zeitdauer und den Hitzegrad des Brennens bedingt. Der Erhaltungszustand der dünnwandigen, aus feinem, gut geschlemmten Ton angefertigten und sorgfältig gearbeiteten, hellziegelroten Gefäße (Krüge, Gefäßdeckel und Miniaturgefäße) ist in der Regel gut, weil der Prozeß des Brennens rascher vor sich ging. Die dickwandigen Gefäße aber aus grobkörnigerem, minder gut geschlemmtem Ton (Gefäße mit zylinder- und trichter­förmigem Hals, die eiförmigen Gefäße, der weitaus größere Teil der Schüsseln, und auch die Gefäße von größerem Ausmaß) sind bräunlich grau, häufig mit gelben Flecken, dementsprechend, wie sie der Hitze aus/gesetzt waren. Bei den bräunlich­grauen Gefäßen stimmt die Farbe der Bruchfläche mit der Gefäßoberfläche überein; bei den dunkelgeliben und hellziegelroten Tonwaren aber nur dann, wenn sie voll­kommen durchgebrannt sind, sonst ist die Bruchfläche dunkelgrau. Die verzierten Gefäße sind häufig glasiert. Daß aber die Glasur nicht nur als Zier gewertet wer­den darf, weil sie auch praktischen Zwecken gedient hatte, geht daraus hervor, daß auch die großen, bauchigen Vorratsgefäße (von denen kein einziges unversehrt erhalten blieb) ebenfalls glasiert waren, vermutlich, um darin auch Flüssigkeiten aufbewahren zu können. Im allgemeinen waren zwei Arten der Dekoration gebräuchlich: eingeritzte Linienverzierung und die Inkrustierung. Beide Arten erfolgten noch vor dem Bren­nen der Tonwaren: die Muster wurden in den weichen Ton eingeritzt, eingestochen oder eingedrückt. Das Gräberfeld lieferte mehrere hundert inkrustierte Gefäße. Wir beobachteten, daß die Inkruätierung bei jenen Gefäßen herausbröckelte, bei denen der Grund zur Inkrustierung nicht fachgemäß oder mit der nötigen Sorgfalt vorbereitet worden war. Wenn nämlich die Haftungsfläche der Kalkpaste nicht genügend groß oder entsprechend war, lockerte sich die Paste und fiel heraus. Bei breiteren, umlaufenden Streifenmustern, besonders bei dem sägeblattförmigen Mus­ter unterhalb des Gefäßrandesi oder an der Bauchung wurde der bereits ausgehobene Grund mit einem eigens dazu angefertigten Holz- oder Knochengerät noch auf­86

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