Demeter Zsófia (szerk.): Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis - Szent István Király Múzeum közleményei. C. sorozat 39. (Székesfehérvár, 2010)

Tanulmányok - Régészet - Merczi Mónika: Valeria tartomány északi felének embertani képe a késő római korban (Tác-Margittelep és az északi határvidék összevetése)

Alba Regia 39. (2010) Individuen war bei beiden Geschlechtern in Tác-Margittelep höher, aber in beiden Serien gab es mehr ältere Frauen als Männer. Im nördlichen Hälfte der Provinz Valeria waren die Männer in beiden Serien mäßig gemischt. Die Frauen sind im nördlichen Grenzgebiet ebenfalls als mäßig gemischt, in Tác-Margittelep aber als homogen zu bezeichnen. Die Formeinheit der Männer und Frauen konnte in beiden Serien bestätigt werden. Der Gehirnschädel war in beiden Serien und bei beiden Geschlechtern lang, mittelbreit und mittelhoch. Kleinere Unterschiede konnten nur in den Maßen des Gesichtsschädels nachgewiesen werden. In der durchschnittlichen Körperhöhe der Männer, die in beiden Serien in die Klassenkategorie mittelgroß eingereiht werden konnte, konnte kein Unterschied gefunden werden. Bei den Frauen, die im nördlichen Grenzgebiet um 1 cm kleiner waren, konnte die durchschnittliche Körperhöhe in Tác-Margittelep als übermittelgroß, im nördlichen Grenzgebiet als mittelgroß bezeichnet werden. Der Anteil der hohen Individuen war bei beiden Geschlechtern in Tác-Margittelep, der der kleinen Individuen aber im nördlichen Grenzgebiet höher. Hinsichtlich des Längen-Breiten-Indexes ist die Bevölkerung von Nord-Valeria als dolichokran zu bezeichnen. Der Anteil der Dolichokranen überstieg in beiden Serien und bei beiden Geschlechtern 50 %. Der höhere Anteil der Dolichokranen konnte in beiden Serien bei den Frauen beobachtet werden. Demgegenüber war Brachykranie bei den Männern häufiger. Die niedrige Zahl der anthropologischen Vergleichsdaten ermöglicht es nicht, den Charakter und die Rolle der in der spätrömischen Periode stattgefundenen ethnischen Änderungen zu klären. Beweise für die Anwesenheit fremder Elemente sind in beiden Serien bekannt, aber ihr Anteil scheint nicht bedeutend zu sein. Die Kontinuität zwischen der spätrömischen und Awaren-zeitlichen Bevölkerung konnte bei den Männern bestätigt werden. Von den Gewaltverletzungen wurden die Schwertwunden und die Schlagspuren untersucht. Etwa Dreiviertel derartiger Verändemngen entfiel auf die Männer, was darauf hindeutet, dass man diese Verletzungen in kriegerischen Ereignissen erleiden musste. Der Anteil der verletzten Männer war in Tác-Margittelep, der der verletzten Frauen im nördlichen Grenzgebiet höher. Kinder mit Gewaltverletzungen kamen nur in Tác-Margittelep vor. Der hohe Anteil der Schwertwunden ist in Tác-Margittelep auffallend, wo die Verletzungen der Männer und Kinder meistens durch Schwert vemrsacht wurden. Im nördlichen Grenzgebiet, wo Schwertwunden nur selten vorkamen, konnten die Verletzungen der Männer auf Schläge zurückgeführt werden. Bei den Frauen konnten meistens Schlagspuren nachgewiesen werden. Die Lage der Schwerthiebe und der Quetschungen weist darauf hin, dass man diese Verletzungen meistens von hinten, auf der Flucht erleiden musste. Die in Tác-Margittelep festgestellten Verletzungen sprechen für einen oder für mehrere schwere Angriffe, denen die Frauen und Kinder nicht ausgesetzt waren. Die Bevölkerung wurde hauptsächlich von älteren Männern verteidigt, die meistens auf der Flucht getötet wurden. Die im nördlichen Grenzgebiet wahrnehmbaren Verletzungen sprechen nicht für solche schwere Angriffe. IRODALOM/LITERATUR ALEKSZEJEV-DEBEC 1964 Alekszejev, V. P. - Debec, G. F.: Kraniometrija. Moszkva, 1964. BARTUCZ 1966 Bartucz L.: A prehistorikus trepanááó és orvostörténeti vonatkozású sírleletek. Palaeopathologia III. Budapest 1966. COALE-DEMÉNY 1966 Coale, A. J. - Demény, P.: Regional Model Life Tables and Stable Populations. Princeton, 1966. ÉRY 1981 Ery, K.: Anthropologische Analyse der Population von Tokod aus dem 5. Jahrhundert. In: Mócsy, A. (ed): Die spätrömische Festung und das Gräberfeld von Tokod. Akadémiai Kiadó, Budapest, 1981, 223-263. ÉRY 2000 Ér)?, K.: Anthropological studies on a Late Roman Period population at Tác-Margittelep. Annales Historico—Naturales Musei Nationalis Hungarici 92. (2000), 347^153. ÉRY 2001 Ery, K.: A short anthropological description on a Late Roman period population at Herculia (Iác-Margittelep). Alba Regia XXX. (2001), 21-35. ÉRY-KRALOVÁNSZKY-NEMESKÉRI 1963 Éry K. - Kralovánszky A. - Nemeskéri J.: Történeti népességek rekonstrukciójának reprezentációja. Anthropologiai Közlemények 7. (1963), 41-90. ÉRY et al. 1997 Ér}', K. - Marcsik, A. - Suskovics, Cs. - T. Rendes, K. - Tóth, G.: Infant mortality patterns in osteoarcheological samples. Acta Biologica Szegediensis 42. (1997), 25-29. FEREMBACH-SCHWIDETZKY-STLOUKAL 1979 Ferembach, D. - Schwidetzky, I. - Stloukal, M.: Empfehlungen fúr die Alters- und Geschlechtdiagnose am Skelett. Homo 30. (1979), 1—32. FITZ 2003 Fitz J.: Gorsium-Herculia. Székesfehérvár, 2003. 77

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