Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. A Szent István Király Múzeum Évkönyve. 29. 1998-1999 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (2000)

Évi jelentés 1998–1999 – Jahresbericht 1998–1999 - Fülöp Gyula: Jelentés a Fejér megyei múzeumok helyzetéről, 1998–1999. – Jahresbericht über die Lage der Museen im Komitat Fejé. p. 169–173.

bereichert werden. Die Numismatische Sammlung wurde mit 269 Stücke vergrößert. Was die Lagerung anbelangt, so hat sich die Situation weiter verschlechtert. Da die Komitatsselbstverwaltung die Mühle von Nádasdladányi verkauft hat, mußten die großen ethnographischen und Gegenstände der neu­zeitlichen Geschichte in einem provisorischen Lager in Tác untergebracht werden. Die Stätte der einstigen Ausstellung „1000 Jahre Fehérvár" wurde zu einem provi-sorischen Lager für unsere Sammlung der Bilden Künste und war bei der Einlagerung der Exponate sofort überfüllt, so daß sich dadurch keine sachliche Lösung ergeben hatte. Unser zentrales Archiv wurde in diesem Jahr durch 98 Posten, 2333 Seiten bereichert. Das Inventar unseres Fotoarchivs vergrößerte sich um 5222 Posten. Unsere Bibliothek wurde um 743 Bände und 614 Periodika reicher, insgesamt in einem Wert von 2.649.697 Forint. In diesem Jahr veranstalteten wir 38 Sonder- und Kammerausstellungen, darunter einige von heraus­ragender Bedeutung, wie „Für diese Heimat gilt es, nicht zu sprechen, sondern zu handeln" über die Ereignisse von 1848 im Komitat Fejér und in Székesfehérvár, weiterhin die Ausstellung „Licht in der Glaskunst", 125 Jahre des Museums" und die Ausstellung „Ana Lupas". Mit Unterstützung des Nationalen Kulturellen Fonds konnte Nr. XXVII unseres Jahrbuches Alba Regia erscheinen (IKMK, C/27, hrsg. von Jenő Fitz - Gyula Fülöp). 1999 hat die Selbstverwaltung des Komitats Fejér 145 Mill. Betriebskosten bereitgestellt. Unsere eigenen Ein­nahmen beliefen sich auf 19,3 Mill. Forint. Für fachliche Aufgaben haben wir 54 Mill. Forint übernommen. Für Investitionen und Renovierungen konnten wir 7,6 Mill. verwenden. Die seit mehreren Jahren bestehenden größeren Probleme konnten auch in diesem Jahr nicht beseitigt werden: außerordentlich schlechter Zustand unserer Gebäude, Ausbau von Sicherheitsvorrichtungen. Von unseren archäologischen Freilegungen sind die in der Nationalen Gedenkstätte und die Erforschung der königlichen Basilika von herausragender Bedeutung. Die Grabungen wurden an der südlichen Seite fortgesetzt. Es kamen neuere Bestattungen und Fußbodenniveaus aus verschiedenen Zeiten sowie Wandfragmente außerhalb der Basilika zum Vorschein, deren Deutung erst durch die Freilegung der benachbarten Gebäudekeller möglich sein wird. In der westlichen Gemarkung der Stadt wurde mit den Arbeiten an der die Stadt umgehenden Landstraße 63 und den sich daran knüpfenden Probegrabungen begonnen. In Gorsium konnten in diesem Jahr die Freilegungen mit bedeutender Unterstützung weitergeführt werden. Von den zu unserem ursprünglich Plan gehörenden Ausgrabungen, nämlich die des öffentlichen Bades aus dem 4. Jahrhundert, konnte nur ein Teil verwirklicht werden. Das Bad befindet sich auf dem west­lichen Teil {cella) des dem Kaiserkult dienenden zentralen Tempels. Um den großen Tempel (13x40 m) von heraus­ragender Bedeutung freilegen zu können, muß erst das Bad abgetragen werden. Im Laufe der Freilegungen ge­lang es, die Vorhalle (pronaos) des Tempels und die Podiumwand, auf der der Tempel stand, zu klären. An der Südseite der pronaos kam ein zum Militärlager ge­hörender Brunnen aus Ziegelsteinen zutage, der noch nicht vollständig freigelegt werden konnte. Nach der Aus­grabung und Dokumentierung der Podiumwand und der gesamten Fläche der pronaos wurden diese in einen für die Besichtigung geeigneten Zustand gebracht. Die Frei­legung der in die westliche Stadtmauer eingebauten Steindenkmäler wurde fortgesetzt. In Szabadbattyán wurden in diesem Jahr innerhalb von 6 und einem halben Monat mehr als 4000 Quadratmeter eines Privatgebäudes aus spätrömischer Zeit durchforscht. Im westlichen Trakt kamen ein repräsentativer Eingang und zahlreiche Räumlichkeiten, oft mit auf den Fußboden gefallenen zusammenhängenden Wandmalereien, zutage. Im öst­lichen Trakt kamen ein Abschnitt des den Hof in einem Bogen umgebenden Ganges und weitere Räumlichkeiten mit Freskenfragmenten zum Vorschein. Im Hof wurde ein als Seltenheit anzusehendes Massengrab und eine kleinere Apsis gefunden. Der eigenartige Grundriß, die bemalten Wände und die bear-beiteten Steine spiegeln die repräsentative Gestaltung des Gebäudes, das als Palais bestimmt werden kann, wider. Die Kosten für die Freilegung hat das Ministerium für Nationales Kulturelles Erbe in Höhe von 8 Mill. Forint aus einem Sonderfonds bereitgestellt. Im Laufe der Freilegung und Rekon­struierung der Burg Csókakő standen die Barbakane und die Kapelle aus dem 15. Jahrhundert im Vordergrund. Im Zusammenhang mit der geplanten Verbreiterung der Hauptstraße 6 wurden in Dunaújváros den Bauarbeiten voraus-gehende Probegrabungen vorgenommen. An den gemeinsamen französisch-ungarischen archäologischen Ausgrabungen in Burgund hat Vajk Cserményi teil­genommen. Der Ethnograph unseres Museums sammelte im Laufe dieses Jahres 28 Tage lang in 9 Gemeinden Mezöfölds Daten zu dem Thema „1000 Jahre 1000 Perlen". Mit Unterstützung aus dem Fonds für Nationale Wissenschaftliche Forschung (OTKA) war er zu dem Thema „Ethnographie der Donau" in Passau, Dunapentele und im Komitat Tolna auf Sammeltour. Unsere heimat­kundliche Sammlung und die Sammlung der neu­zeitlichen Geschichte wurde in bedeutendem Maße reicher. Hervorgehoben sei hier eine Zeichnung aus dem Jahre 1791, auf der die Veduten von Kirche, Kloster und Gymnasium des einstigen Paulinerorden und der Grundriß vom Erdgeschoß zu sehen sind. Das ist gegenwärtig unser zentrales Gebäude. In Dunaújváros gelangte durch Schenkung bedeutendes kindergartengeschichtliches Ma­terial in die Sammlung unseres Museums. Mit OTKA­Unterstützung wurde gemeinsam mit dem Forschungs­(

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