Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. A Szent István Király Múzeum Évkönyve. 29. 1998-1999 – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (2000)
Tanulmányok – Abhandlungen - Fitz Jenő: Pannonische Ritter. p. 115–136.
omnibus honoribus perfunctus wurde, gebunden. С. Iulius Victorinus war duumuir und pontifex quinquennalis von Aquincum. Ebenfalls eine munizipale Karriere verfolgte C. Titius Antonius Peculiaris, er stammten von den lange Zeit hindurch den Zoll von Illyricum pachtenden Antonii ab. Durch seine Laufbahn war er an ein Munizipium in Pannónia Inferior gebunden, durch den Erwerb eines Priesteramtes mußte er auch - der damaligen Praxis entsprechend - decurio einer colonia gewesen sein, und diese war Aquincum. Nur formell an irgendeine Stadt geknüpft waren die Ritter, deren Gut an das Territorium einer Stadt gebunden war und in deren ordines sie als decuro eine Rolle erhielten. In der munizipalen Umgebung hatten sie nur eine Ehren-funktion, eine Position auf der höheren Stufe inne. C. Iulius Magnus war ex V decur., C. Vallius Scribonianus wurde adlectus in V decur. inter select., L. Oppius Faustinianus war sacerdos prouinciae Pannóniáé Superioris. T. Flavius Április nahm aufgrund einer Sonderbeauftragung als praepositus annonae an den Vorbereitungen zu dem Besuch des Caracallas in Pannonién im Jahre 214 teil. Von den Rittern aus diesem Kreis übernahmen mehrere auch einen Auftrag als Offizier bei der Reiterei. T. Eppius Latinus wurde unter Hadrian procurator IUI publicorum Africae, im Rang eines centenarius (Pflaum 1974, 21). Die bedeutendste Karriere von den Rittern dieses Kreises machte M. Valerius Maximianus, er war der erste Pannonier, der in den Senatorenstand gelangte und als Kommandeur der legio III Augusta Numdia verwaltete. Nicht an eine Stadt gebundene Ritter Das Inschriftenmaterial einer anderen Gruppe der Ritter zeigt keine Gebundenheit an ein lokales Munizipium. T. Flavius [---] übernahm in dem IuppiterTeutanus-Heiligtum am Geliertberg in Budapest als Kultusaugur eine Rolle. C. Iulius Super war im Laufe seiner Prokuratorlaufbahn in Sicila tätig (Pflaum 1960/61, 1044). P. Aelius Respectus, Claudius Crescentianus und Ti. Claudius Valerius waren Reiteroffiziere. Der größere Teil von ihnen aber war weder Reiter offizier noch übernahm er ein Prokuratoramt. Man kann annehmen, daß sie auf ihren Gütern lebten. Das kommt eindeutig auf dem nur aus einer Beschreibung her bekannten Steindenkmal des Cn. Flavius Aelianus zum Ausdruck, der „Landpfleger von Illyricum" war. Die Tumulusinschriften aus Baláca werfen Licht auf eine andere aus Italien stammende Grundbesitzerfamilie, von denen außer einem Reiteroffizier und einer Person mit einer munizipalen Laufbahn die meisten auf ihren Gütern lebten. Augrund ihrer Inschriften bei einer Gruppe der nicht an eine Stadt gebundenen Ritter ist die Möglichkeit nicht auszuschließen, daß der Text der Inschrift es nicht gestatte, ihre munizipale Laufbahn zu erwähnen. Aelius Carus war der Tribun der legio XXX Vlpia, Aponius Memmius Celer der legio I Italica und Aurelius Ianuarius der legio II Adiutrix. Das heißt sie hatten diesen militärischen Rang inne, den die in den Ritterstand erhobenen einstigen uiri auch übernehmen konnten. Das Grabdenkmal des Aelius Carus ist aus Császár, vom Territorium Brigetios, das des Aponius Memmius Celer aus Cibalae und das des Aurelius Ianuarius aus Bassiana. Diese Gruppe der Ritter, die eine bedeutende militärische Einheit komman-dierten, sind eher denen zuzureihen, die bereits als Ritter begannen oder als zum ordo irgendeiner Stadt zu zählender Dekurio in jungen Jahren den Offiziersdienst aufgenommen hatten. Zu diesen gehören P. Aelius Magnus, der die ala Augusta nach Britannia kommandierte, der bereits erwähnte Cn. Flavius Aelianus, der Präfekt der ala praetoria c(iuium) R(omanorum) war, weiterhin T. Cnorius Sabinus und M. Licinus Victor, die als quarta militia - also zur Elite der Reiteroffiziere gehörend - Kommandeure einer 1000 Mann starken pannonischen Reitertruppe waren. Equo publico - Eques Romanus A. Stein sah - unter Betonung der Einheit des Ritterstandes - nicht den Un-terschied zwischen den zwei verschiedenen Benennungen der Ritter. Am Beispiel Pannoniens bestätigte er, daß eine und dieselbe Person zuerst equo publico und dann auf der derselben Inschrift eques Romanus genannt wurde. Zwischen den Texten aus Békásmegyer aber ist der zeitliche Unterschied ganz offensichtlich. Ist es möglich, daß Aurelius Vettianus früher equo publico war und auf der späteren Inschrift bereits eques Romanus? Oder ist von zwei aufeinanderfolgenden Generationsmitgliedern die Rede? Letztere Ansicht, die hier nicht zum erstenmal auftaucht, läßt die Schlußfolgerung zu, daß die in der ersten Generation den Ritterrang erworbene Person equo publico war, seit der zweiten Generation dann eques Romanus. Diese Theorie kann durch das Beispiel der beiden L. Octavius Faustinianus unterstützt werden. Der Vater, duumuir und quinquennalis von Savaria war kein Ritter. Sein Sohn erwarb den Rang equo publico. Ähnlich ist der Fall bei den beiden T. Flavius Probus: Der Vater gelangte in Carnuntum bis zum V decuriae, wurde aber nicht Ritter, der Sohn wurde als Dekurio equo publico. P. Aelius Trophimianus gehörte als vir egregius in die höhere Kategorie der Ritter, sein Sohn wird in der Inschrift als eques Romanus erwähnt. Wenn man die pannonischen Ritter nach dieser Annahme gruppiert, gestaltet sich folgendes Bild heraus: 132