Alba Regia. Annales Musei Stephani Regis. – Alba Regia. A Szent István Király Múzeum Évkönyve. 28. – Szent István Király Múzeum közleményei: C sorozat (1999)
erhöht hatte (Kérdő 1976, 72). Im Jahr 1981 barg L. Kocsis im Zuge der Bauarbeiten für die neue Arpádbrücke zwei Ecksteine von Grabumfassungen, sechs Aufsätze von Grabaltären und einen Altarschaft (Grabung noch unpubliziert; ErteL, Grabaltäre). Wie bereits früher dargelegt = Ertel Grabbauten.), wurden Grabdenkmäler häufiger wiederverwendet als anderes Steinmaterial. Sie verloren ihre Funktion relativ rasch, da sie keinen praktischen Nutzen hatten. Der Anteil der Bestandteile von Grabdenkmälern am Fundmaterial aus Gorsium beträgt 72 %. Von den insgesamt 23 abgebildeten Spolien aus dem spätrömischen Gegenkastell am Eskü-tér waren 18 Stücke Teile von Grabdenkmälern (Nagy 1946, 12 ff), das ist ein Anteil von 78 %. Neben den nicht eindeutig sepulchralen Funden, einer Bauinschrift, einer Statue, einem Porträtkopf von Marc Aurel, einem Kapitell und einem nicht deutbaren Inschriftenfragment (Nagy 1946, Abb. 6, 7, 26, 27, 29.) fanden sich 7 Fragmente von Grabstelen, 4 Ecksteine von Grabädiculen, eine Ädiculaseitenwand, ein Seitenrelief, zwei Frontplatten, zwei Porträtplatten und eine Sockelszene von Grabädiculen 11 . Einfaches Architekturmaterial fehlt. Es ist unwahrscheinlich, daß in Contra Aquincum nur Skulpturen, Grabstelen und Reliefplatten verwendet wurden, aber keine Gesims- oder Deckenplatten. Mit dem Architekturmaterial konnte man aber nichts anfangen, es wurde nicht geborgen. Für die meisten in der Spätantike errichteten Stadtmauern ist also die Verwendung von Spolien die Regel, auch Gorsium bestätigt dieses Phänomen. Nagy 1946, Stelen: Abb. 8, 16, 18, 19, 22, 23, 25; Ecksteine: Abb. 10, 11, 20, 24; Ädiculaseitenwand: Abb. 12, Seitenplatte: Abb. 13; Frontplatten: Abb. 14, 17; Porträtplatten: Abb. 9, 28; Sockelszene: Abb. 30. 43